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Apple zu Felde III

27.09.1999 | 00:00 Uhr |

Nachdem die US-Army das Mac OS als Webserver-Betriebssystem einsetzt und der Powermac G4 als Kriegswaffe eingestuft ist, zeigt sich jetzt ein weiteres Apple-Produkt als militärisch nutzbar. Französische Wissenschaftler wiesen nach, dass das iBook auf der Funkfrequenz der französischen Streitkräfte mit der Airport-Basisstation kommuniziert. Admiral Jacques Bizard drohte daraufhin iBook-Anwendern Geld- und Freiheitsstrafen an, sofern sie ihre Rechner in der Nachbarschaft von Armeeeinrichtungen ohne Sondergenehmigung betrieben. Zwar habe man in der Vergangenheit schon zivilen Anwendungen Sondergenehmigungen erteilt, allerdings habe es sich dabei stets um festinstallierte lokale Netzwerke gehandelt, nicht um Mobilrechner. Hugues Asseman, Apple-Frankreich-Marketingchef gibt sich trotz der Drohungen aus dem Armeehauptquartier gelassen: Mit einer maximalen Verbindungsreichweite von 50 Metern sei die Airport-Technologie militärisch unbedenklich. Admiral Bizard besteht dagegen auf einer Untersuchung, nachdem Spezialisten seiner Behörde erklärten, eine auf 50 Meter ausgelegte Funkverbindung könne bei optimalen Wetterbedingungen und ohne Hindernisse durchaus mehrere Kilometer weit reichen. Das vom Airport genutzte Frequenzband ist europaweit nur in Frankreich der Armee vorbehalten, so dass Konflikte mit den Streitkräften anderer Nationen nicht zu erwarten sind. lf

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