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Börsenaufsicht prüft Apple-Informationspolitik

09.07.2009 | 11:20 Uhr |

Die US-Börsenaufsicht untersucht weiterhin, ob Apple mit dem Schweigen über Steve Jobs' Gesundheitszustand gegen Börsenverpflichtungen verstoßen hat.

Steve Jobs Keynote
Vergrößern Steve Jobs Keynote

Die US-Börsenaufsicht SEC prüft angeblich weiterhin die Informationspolitik von Apple zur Gesundheit von Konzernchef Steve Jobs. Vor allem interessiere sich die SEC für die Ankündigungen zu Jobs Gesundheit von Januar, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf informierte Personen. Jobs gilt als Schlüsselfigur für die Erfolge des iPhone- und Mac-Herstellers. Deswegen argumentierten einige Anleger und Finanzrecht-Experten, Apple müsse Investoren ausführlich über seine Gesundheit informieren.

Jobs hatte Anfang Januar zunächst mitgeteilt, seine Gesundheitsprobleme seien relativ einfach zu behandeln. Neun Tage später sagte er, sie seien doch komplexer als gedacht und kündigte eine Auszeit bis Ende Juni an. Eine Schlüsselfrage für die SEC sei, was Mitglieder des Apple-Verwaltungsrates zum Zeitpunkt der ersten Ankündigung wussten, schrieb Bloomberg. Jobs ist Ende Juni wie angekündigt ins Tagesgeschäft zurückgekehrt . Er hatte sich einer Lebertransplantation unterzogen. Gründe für die Operation wurden nicht genannt.

Apple war in den vergangenen Monaten wegen seiner zurückhaltenden Informationspolitik zum Gesundheitszustand von Jobs in die Kritik geraten. Allerdings lief das Geschäft von Apple in den vergangenen Monaten auch ohne Jobs stark, so dass diesen Forderungen etwas Wind aus den Segeln genommen wurde. (dpa)

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