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Pensionsfonds will neues Wahlrecht für Apple-Aufsichtsrat

07.02.2012 | 07:17 Uhr |

Der kalifornische Pensionsfonds Calpers will Apple auf der Jahreshauptversammlung in diesem Februar dazu bringen, Aufsichtsratsmitglieder per Mehrheitswahl bestimmen zu lassen

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Bisher haben Aktionäre nur das Recht, einem Kandidaten für den Aufsichtsrat die Stimme zu geben oder sich des Votums zu enthalten - ein Apple-Aufsichtsrat braucht daher nur eine einzige Ja-Stimme. Calpers hatte den Vorschlag eines Mehrheitswahlrechts bereits vor einem Jahr eingebracht, berichtet die Financial Times . Damals hatte die Aktionärsversammlung mit einer 73-prozentigen Mehrheit dem Vorschlag zu gestimmt. Dieser war jedoch nicht bindend, weshalb Apple an seiner bisherigen Praxis festhalten konnte.

Calpers hatte seine Initiative bei 38 großen US-Unternehmen eingebracht, 36 davon haben auf Mehrheitswahlrecht umgestellt wie es nahezu 80 Prozent der 500 größten US-Unternehmen anwenden. Apple argumentiert mit dem "ungewöhnlichen" kalifornischen Recht, das dazu führen könne, dass "Direktoren, die großes Vertrauen der Anlieger genießen, in einer Abstimmung scheitern" könnten. In einem Brief an andere Anteilseigner bittet Calpers um Unterstützung für sein Vorhaben, auch andere kalifornische Unternehmen wie Cisco, Edison International oder Sampra Energy hätten trotz der Rechtslage auf Mehrheitswahlrecht umgestellt.

Calpers hält 0,26 Prozent der Apple-Aktien, die Aktionärsversammlung findet am 23. Februar statt.

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