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Analysten rechnen mit Fusion von iOS und OS X bis 2016

05.08.2011 | 07:21 Uhr |

Während Microsoft sich darum bemüht, auf Desktops, Laptops, und Tablets das gleiche Betriebssystem laufen zu lassen, war ein Geheimnis von Apples Erfolg im Tablet-Markt bis dato das speziell auf die neue Geräteklasse zugeschnittene, "leichtgewichtige" Betriebssystem iOS

Mit OS X Lion holt Apple zwar einige beliebte und sinnvolle Features von iOS zurück auf den klassischen PC, doch unterscheiden sich iOS und OS X noch deutlich voneinander. Der Unterschied werde aber in fünf Jahren nicht mehr vorhanden sein, spekulieren die Analysten der Investmentbank Jefferies: Apple werde bis dahin iOS und OS X in ein Betriebssystem für alle Geräte zusammenführen. Der Schlüssel dazu sei die Hardwareentwicklung, erst 64-Bit-ARM-Chips würden das ermöglichen. Während die Prozessoren der ARM-Architektur heute auf 32 Bit setzen, werkeln in aktuellen Macs 64-Bit-Chips von Intel.

Die ersten Schritte zur Fusion von iOS und OS X werde Apple aber schon bald unternehmen, spekulieren die Jefferies-Analysten: "Wir glauben, Apple will iOS mit OS X in eine einzige Plattform für Apps und Cloud-Dienste zusammenführen und damit 2012/13 beginnen." Mit 32-Bit-Chips können Apple schon in einem oder zwei Jahren die "große Mehrheit der Bedürfnisse des Ökosystems OS X befriedigen" und müsse lediglich in professionellen High-End-Geräten auf die 32-Bit-Version seines Betriebssystem verzichten. Wenn ARM etwa 2016 64-Bit-Chips liefern könne, werde Apple eine einheitliche Betriebssystem- und Hardwarearchitektur haben.

Apple ist nach Ansicht der Jefferies-Analysten von den Wünschen der Kunden zu einer Vereinheitlichung gezwungen: "Anwender wollen in der Lage sein, ihr iPhone, iPad, Macbook oder iTV zu nehmen und Inhalte nahtlos zwischen den Geräten hin- und her zu spielen." Die sei trotz iCloud schwieriger, wenn iOS und OS X getrennt voneinander behandelt würden. Konkret werde Apple schon mit dem nächsten iPad einen Schritt in die Richtung gehen und den Vierkern-Prozessor A6 der ARM-Plattform verwenden. Damit bekäme das iPad eine mit Macs vergleichbare Rechenleistung.

Microsoft, das Windows 7 gleichermaßen auf Desktops und Tablets einsetzt, hat noch nicht viele Lizenzen für Tablets verkauft, Experten raten daher Redmond, für Tablets die Smartphone-Variante Windows Phone 7 einzusetzen.

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