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Apple legt erneut Rekordquartal (Q4 2012) vor

26.10.2012 | 09:35 Uhr |

Apple hat für das vierte Quartal seines Geschäftsjahres 2011/2012 erneut eine Rekordbilanz ausgewiesen und dabei mehr eingenommen und verdient als je in einem Septemberquartal zuvor.

In dem am 29. September abgeschlossenen Berichtszeitraum hatte Apple einen Umsatz von 36 Milliarden US-Dollar erzielt und dabei einen Gewinn von 8,2 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres legte Apple um 27 Prozent beim Umsatz und 24 Prozent beim Gewinn zu. Pro verwässerte Aktie betrug der Gewinn 8,67 US-Dollar, 23 Prozent mehr als im Vorjahr. Wall Street hatte mit 35,8 Milliarden US-Dollar etwas weniger Umsatz prognostiziert, mit 8,75 US-Dollar jedoch mehr Gewinn pro Aktie, Apple hatte vor drei Monaten weit zurückhaltendere Aussichten gestellt.  Für das laufende Weihnachtsquartal rechnet Apple laut seines Finanzchefs Peter Oppenheimer mit einem Umsatz von 52 Milliarden US-Dollar und 11,75 US-Dollar Gewinn pro Aktie. Letzterer würde damit geringer ausfallen als im Vorjahr, Oppenheimer nennt einen starken Dollar und sinkende Margen als Grund dafür.

Im vierten Quartal hat Apple 26,9 Millionen iPhones verkauft, wie viele davon iPhone 5 waren, verriet der Konzern nicht. Am ersten Wochenende waren jedoch fünf Millionen Geräte über die Ladentische gegangen. Trotz oder auch wegen des  iPhone 5, das Apple erst wenige Tage vor Ablauf des Quartals in den Handel gebracht hatte, legten die iPhone-Verkäufe nicht nur deutlich gegenüber dem Vorjahr zu (plus 58 Prozent), sondern auch gegenüber dem Vorquartal, als Apple nur knapp über 26 Millionen iPhones verkaufte. Der gesamte Smartphonemarkt hat gegenüber Vorjahr um 45 Prozent zugelegt. Erneut betonte Peter Oppenheimer, dass die Nachfrage nach dem iPhone 5 das verfügbare Angebot übersteige, Apple arbeite hart daran, diese "phänomenale" Nachfrage zu befriedigen. Der mit dem iPhone generierte Umsatz betrug 17,1 Milliarden US-Dollar, 56 Prozent mehr als vor einem Jahr.

iPads verkaufte Apple im Berichtszeitraum 14,04 Millionen Stück, so viele wie noch nie zuvor in einem Septemberquartal, aber deutlich weniger als die 17,04 Millionen Geräte im Juni-Quartal. Neue iPads (iPad Mini und iPad 4) bringt Apple jedoch erst Anfang November in den Handel. Der mit dem iPad generierte Umsatz stieg gegenüber Vorjahr um neun Prozent auf 7,5 Milliarden US-Dollar. Insgesamt hat Apple im zurückliegenden Quartal 44 Millionen iOS-Geräte verkauft, insgesamt schon deren 400 Millionen, wie Tim Cook am Dienstag bekannt gegeben hatte. Wie zuvor schon Phil Schiller (siehe Meldung unten) betonte Oppenheimer, Apple habe mit dem iPad Mini kein "billiges Tablet" bauen wollen, sondern ein voll ausgestattetes iPad.

Verkaufszahlen der Macs entwickeln sich besser als gesamter PC-Markt

Im Berichtszeitraum hatte Apple auch keine neuen Macs vorgestellt, sondern zuletzt Anfang Juni und nun für das Weihnachtsquartal. Die Mac-Verkäufe legten daher nur leicht um ein Prozent zu, auf 4,9 Millionen Geräte, was jedoch einen neuen Rekord für den September bedeutet - es ist gar nicht so lange her, dass Apple keine fünf Millionen Macs im gesamten Jahr verkaufte. Apples Mac-Ansatz wächst auch weiterhin stärker als der PC-Markt insgesamt, laut IDC-Zahlen verlor dieser im Septemberquartal gegenüber Vorjahr acht Prozent. 80 Prozent der verkauften Macs waren Mobilrechner, Desktops hatte Apple schon länger nicht mehr aktualisiert - im laufenden Quartal könnten sich die Zahlen ein wenig verschieben. Erstmals war der Durchschnittspreis für ein Macbook auch höher als der für einen Desktop-Mac, was auf das Retina-Macbook zurückzuführen ist. Das etwas günstigerer 13-Zoll-Modell ist laut Peter Oppenheimer eine "Verbesserung unserer Bestseller".

Der iPod trägt immer weniger zum Erfolg Apples bei, die Verkaufszahlen sanken erneut stark, um 19 Prozent auf 5,3 Millionen Geräte. Die neuen iPod Touch und iPod Nano gingen freilich noch nicht in die Bilanz ein. Apple freue sich aber nach wie vor über 70 Prozent Marktanteile, über die Hälfte der verkauften iPods seien die hochwertigen iPod Touch gewesen. Mit iTunes habe Apple aber Rekordumsätze von 2,1 Milliarden US-Dollar erzielt. Über die anstehende neue Version iTunes 11 ließ sich der Finanzchef nicht aus.

60 Prozent seines Umsatzes generiert Apple außerhalb der USA, besonders stark wächst Apple in China - um 26 Prozent auf 5,7 Milliarden US-Dollar Umsatz.

Das Apple TV gewinnt anscheinend an Dynamik, laut Apple-CEO Tim Cook habe man im zurückliegenden Quartal mit 1,3 Millionen Settopboxen (manche sagen auch: drahtloser HDMI-Adapter) doppelt so viele Geräte wie im Vorjahr verkauft. Im gesamten Geschäftsjahr wurde Apple fünf Millionen Geräte los.

Im gesamten Geschäftsjahr erwirtschaftete Apple einen Gewinn von 41 Milliarden US-Dollar bei einem Umsatz von 156 Milliarden US-Dollar. Apples Aufsichtsrat gewährt Aktionären des Unternehmens eine Dividende von 2,65 US-Dollar pro Aktie, die am 15. November ausgezahlt wird. Vor Veröffentlichung der Bilanz hatte die Apple-Aktie an der Nasdaq 1,18 Prozent oder 7,29 US-Dollar verloren, der Schlusskurs von 609,54 US-Dollar sank im nachbörslichen Handel weiter.

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