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Apples Cube - Der erste Test

18.08.2000 | 00:00 Uhr |

Den harten Kriterien des Macwelt Testcenter hatte sich Apples neue "Wunderwaffe", der Power Mac G4 Cube, zu stellen. Obwohl er keine technische Innovation bietet, handelt es sich um ein "Haben-wollen"-Produkt.

Auch wenn keiner so recht seine Zielgruppe des Power Mac G4 Cube ausmachen kann, egal: Der Cube ist ein "Will-haben"-Produkt, das man nicht wegen seiner technischer Merkmale , sondern vielmehr wegen seines Designs kauft. Wer ein Arbeitspferd für das tägliche Geschäft benötigt, wird lieber zu den im Verhältnis günstigeren und besser erweiterbaren Power Mac G4 greifen.
Schon das Starten des Cube ist ein Erlebnis. Auf der Gehäuseoberseite ist ein Einschalt-Zeichen, auf das man mit dem Finger tippt. Darauf hin fährt der Mac hoch und durch das silbergraue Gehäuse schimmert das Bereitschaftslicht. Auch über den Einschaltknopf an einem der neuen Apple-Monitore, die über das neue Monitorkabel mit dem Mac verbunden sind, läßt sich der Mac starten.

Ein Blick in das Innere

An die Innereien des Macs kommt man auf sehr mühelose Weise. Stellt man den Cube auf den Kopf, kann man auf seiner Unterseite einen Griff ausklappen und die Innereien aus dem Gehäuse ziehen. Die drei RAM-Steckplätze und die AGP-Grafikkarte erreicht man dann problemlos. Die Grafikkarte kann man gegen eine herkömmliche 7 Zoll lange AGP-Grafikkarte austauschen, solange diese Mac-Treiber hat. Außer zwei Firewire-Anschlüssen findet man am Cube auch zwei USB-Schnittstellen. Da der Cube keine analogen Audio-Aus- und Eingänge und auch kein eingebauten Lautsprecher bietet, schließt man die mitgelieferten runden und durchsichtigen Lautsprecher von Harman Kardon an die USB-Schnittstelle an. Wer keinen neuen Apple-Monitor mit seinen zwei USB-Schnittstellen anschließt, dem wird der Platz für USB-Geräte eng: Mit angeschlossenen Lautsprechern und Tastatur hat man keinen freien USB-Anschluß mehr und benötigt zusätzlich ein USB-Hub für weitere Geräte.

Auf dem Prüfstand

Wie bei einem Toaster steckt man von oben eine CD in das Slot-In-DVD-Laufwerk (Matshita SR-8186). Man muss lediglich beachten, dass sich die Oberseite der CD zur Gehäusevorderseite befindet. Das DVD-Laufwerk zeigt gute Geschwindigkeitsergebnisse bei einer CD-R, mit einer DVD-ROM kann es sogar mit den besten Ergebnis aller neuen Macs aufwarten. Im Cube werkelt an einer Ultra-ATA/66-Schnittstelle die 20 GB große Festplatte Maxtor 92049U3 mit 5400 Umdrehungen pro Minute. Schnellere Festplatten mit 7200 Umdrehungen pro Minute dürften wegen ihrer Hitzeentwicklung problematisch werden. Auch die Festplatte einen guten Wert. Sie ist überraschender Weise die schnellste Platte aller getesteten neuen Macs beim schreiben von Daten.
Etwas schneller als der G4-Mac mit 400 MHz ist der Cube bei der Prozessorleistung der G4-optimierten Programme. Einzig bei den Messwerten der nicht G4-optimierten Programmen ist der Power Mac G4 400 schneller, da wir in unserem Test auch das Berechnen der Bildgröße in Photoshop verwenden. Hier spielt auch die Lesegeschwindigkeit der Festplatte eine Rolle, die bei dem Power Mac G4 400 im Bereich bis knapp 2 MB Dateigröße etwa doppelt so schnell, im Gesamtergebnis allerdings langsamer als die der Festplatte des Cube ist.

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