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Studie: Apple verpasst ohne Netbook Studenten als Kunden

24.08.2009 | 12:40 Uhr |

Ohne Netbook verpasst Apple laut einer Studie jede Menge Umsatz-Chancen im Bildungsbereich. Nur 18 Prozent der Studenten mit Kaufabsicht für ein Laptop können sich ein Apple-Modell leisten, ergab eine Umfrage in den USA.

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Laut einer Studie von Retrevo , die sich auf Online-Kaufverhalten in den USA konzentriert, ziehen Studenten beim Planen eines Laptopkaufs Apple kaum in Betracht. Von allen kauflustigen Studenten will ungefähr die Hälfte ein voll ausgestattetes Laptop und ein weiteres Drittel ein Netbook. Bevorzugte Merkmale für die Kaufentscheidung sind möglichst lange Laufzeit des Akkus, kleine Abmessungen und niedriges Gewicht. Außerdem limitierten laut der Umfrage unter 300 repräsentativ verteilten Teilnehmern 59 Prozent der Käufer ihr Budget auf maximal 750 US-Dollar. Apple bietet in dieser Preiskategorie aber kein Macbook an - das Einsteigermodell kostet auch mit Bildungsrabatt noch knapp 950 US-Dollar.

Nur 18 Prozent aller Studenten in der Umfrage können mehr als 1.000 US-Dollar für ein Laptop ausgeben. Auf eine Nachfrage an Apples COO Tim Cook im Juli, wann Apple endlich wie Asus, HP, MSI und Dell in den Netbook-Markt einsteigt, wich dieser vorsichtig einer direkten Absage aus und erkläre, dass "Apple derzeit keine Möglichkeit sieht, ein zufrieden stellendes Apple-Produkt mit den Niedrigpreisen der Netbook-Konkurrenz zu liefern". Im gleichen Telefongespräch gab Cook zu, dass auch im dritten Quartal des Steuerjahres von Apple die Unsätze im Bildungsbereich gesunken sind.

Gerüchten nach steht Apple kurz vor der Freigabe eines Tablet-PSs , der angeblich die Marktnische dieser Studie schließen könnte. Wie erwartet bestätigte Cook keine dieser Spekulationen und wies erneut darauf hin, dass Apple keine Produkte vor ihrer Fertigstellung öffentlich diskutiert.

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