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Apples Online-Musikdienst in den Startlöchern

22.04.2003 | 13:10 Uhr |

Am 28. April will Apple der Öffentlichkeit ein neues Produkt präsentieren, "Music to your ears" hat der Mac-Hersteller versprochen.

München/Macwelt - Für Montag, den 28. April hat Apple ausgewählte Pressevertreter nach Cupertino eingeladen, um ein bislang nicht näher spezifiziertes Produkt vorzustellen. Wie unsere US-Schwestersite Maccentral berichtet, hat der Mac-Hersteller in der Einladung versprochen, Ankündigungen zu machen, die "Music to your ears" seien. Damit reduzierten sich die Möglichkeiten im Wesentlichen auf drei Neuankündigungen, wie Maccentral spekuliert. Apple könnte einen neuen iPod präsentieren, die Übernahme der Musik-Sparte von Vivendi Universal ankündigen oder den längst erwarteten eigenen Online-Musikdienst starten. Dabei dürfte die dritte Option die wahrscheinlichste sein, erst letzte Woche hatte Apple Gerüchte über eine Vivendi-Übernahme glaubhaft zurück gewiesen , ein neues iPod-Modell allein sollte den Aufwand nicht rechtfertigen. Gleichwohl dürfte der iPod eine wichtige Rolle in Apples Online-Musik-Strategie spielen.Dass am kommenden Montag Apples Musikdienst (siehe auch: Apple will Online-Musikdienste revolutionieren ) an den Start geht, daran hat die Nachrichtenagentur Reuters keine Zweifel mehr. Der Service, der Bezahlung für einzelne Songs erlauben und eine vollständige Integration mit iTunes und iPod bieten soll, kommt nach Reuters-Recherchen in der Musikindustrie sehr gut ein. Ein namentlich nicht genannter Repräsentant der Industrie meinte, dass "genau das System, das schon vor fünf Jahren hätte existieren soll", jetzt in den Startlöchern stünde. Ein zweiter Vertreter der großen Plattenfirmen gab Reuters gegenüber der Hoffnung Ausdruck, Apple könne mit seinem Dienst für die Onlne-Musik genauso viel leisten, wie es der iPod der Jobs-Company für "tragbare" Musik getan habe. Ein deutlicher Schritt vorwärts für die kriselnde Musik-Industrie könne Apples Angebot somit bedeuten.Hilary Rosen, Chefin des Industrieverbandes RIAA sieht die Sachlage ähnlich. Apple mit seiner Fan-Basis sei genau die richtige Firma, um eine dauerhafte Beziehung von Hörern mit kostenpflichtiger Online-Musik aufzubauen. Genau diesen Schub brauche die Musikindustrie jetzt. pm

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