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Apples Retail Stores übertrumpfen US-Mediadiscounter

20.12.2006 | 15:47 Uhr |

Apple macht es richtig - und besser als die Konkurrenz im US-amerikanischen Einzelhandel.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung von Bernstein Research, die der Brancheninformationsdienst Red Herring zitiert. Umgerechnet auf die Fläche erzielt Apple mit seiner eigenen Ladenkette mehr als viermal so viel Umsatz als der Elektronik-Discounter Best Buy. Sogar die Juwelierkette Tiffany lässt der Mac-Hersteller mit großem Abstand hinter sich.

Klein, aber fein: Durchschnittlich bloß 550 Quadratmeter groß sind Apples eigene Ladengeschäfte - und jeder von ihnen setzt im Jahr 23 Millionen US-Dollar um. Und ein Hingucker sind sie allemal: Allein das moderne Design der Stores zieht Käufer in den Laden, bestes Beispiel ist der Eingangs-Kubus auf New Yorks Einkaufsmeile 5th Avenue. Die Untersuchung von Bernstein Research deckt auf, was Branchenkenner auch ob der Lieferpolitik von Apple ( wir berichteten ) längst vermuten: Verkaufe in den eigenen Läden und vergrößere die Marge, indem du den Zwischenhandel weglässt. Die Bernstein-Untersuchung vergleicht den Umsatz in den Apple Stores mit denen von Best Buy, einem der US-Mediamärkte. Deren Filialen setzen pro Jahr etwa 38 Millionen Dollar um - sind aber auch rund siebenmal größer als Cupertinos Ladenkette. Umgerechnet auf die Fläche ergibt dies pro Quadratmeter 43400 Dollar Umsatz bei Apple, Best Buy hingegen verkauft Ware pro Quadratmeter im Wert von 10010 Dollar. Apple, so der Bericht, spiele damit in der Liga der Luxusanbieter: Die Juwelierkette Tiffany & Co verkauft auf einem Quadratmeter Ladenfläche Waren im Wert knapp 28700 Dollar. Red Herring vergleicht den Aufstieg Apples mit dem Fall des Computerherstellers Gateway und dessen Einzelhandelskanal. Dessen Fehler hat Apple nicht wiederholt: In den Stores seien die Produkte meist am Lager, sie böten auch wegen des Designs und der Beratung ein echtes Shopping-Erlebnis - und hätten dadurch Kunden, die gerne etwas mehr bezahlen als beim PC-Kistenschieber um die Ecke. Und: Apple hat immer eine Top-Lage für seine Retail-Stores - die 300 Gateway-Shops waren häufig zu weit "ab vom Schuss". Mittlerweile sind alle geschlossen.

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