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Das war die Woche: Bis Weihnachten nichts Neues

07.11.2008 | 13:18 Uhr |

Macbook, Macbook Pro und Macbook Air sind komplett erneuert, der iPod ebenso, iMac und Mac Pro sind auf dem technisch neuesten Stand: Apple muss bis Weihnachten keine neuen Produkte mehr herausbringen. Das eigentliche Fest für Macianer steigt ohnehin erst zwei Wochen später.

Apple Weihnachten Christbaumkugeln
Vergrößern Apple Weihnachten Christbaumkugeln

Als ob eine milde Herbstsonne den gewählten 44sten US-Präsidenten lächelnd begrüßen wollte, stiegen die Temperaturen im nun schwarz-gelben Südstaat der Republik am Mittwoch auf annähernd 20 Grad Celsius: Spätsommer im Herbst. Dabei sollten gerade notorische Auf-den-letzten-Drücker-Einkäufer mal einen vorsichtigen Blick in den Kalender werfen: Vom 5. November bis zum Heiligen Abend sind es exakt sieben Wochen. Das wird verdammt knapp…

Soll unter dem Weihnachtsbaum ein Produkt von Apple liegen, kann man aber getrost schon zum Mac-Händler seiner Wahl spazieren oder Geschenke online ordern. Bis Weihnachten gibt es nicht Neues mehr, hat Apple kundgetan . Was also heißt, dass sich der Käufer die Auswahl aus nagelneuen Macbooks inklusive Pro und Air sowie immer noch frischen iPods hat. Der iMac hingegen: Seit Frühjahr nicht mehr verändert! Der Mac Pro: Schon ein ganzes Jahr alt! Und der Mac Mini: Nicht tot, aber streng riechend!

Nun, ganz so schlimm ist es nicht, Apple-Sprecher Bill Evans hat es unseren Kollegen der Macworld gegenüber auch positiv formuliert: "Unser Weihnachtsangebot steht". Was sollte Apple auch an den bewährten Konzepten von Mac Pro und iMac jetzt groß ändern? Neue Intel-Chips stehen nach einem stürmischen Beginn der Apple-Intel-Ära nun etwa im Jahresrhythmus bereit, der Formfaktor der Desktops ist von der Perfektion nicht weit entfernt, wobei Apple beim Thema "Glossy Display" wohl nicht mit sich reden lässt. Einzig der Mac Mini kommt altbacken daher, eine gründliche Renovierung täte dem Rechner Not. Für ein neues Modell hätte sich das Weihnachtsgeschäft zwar angeboten, aber die Gelegenheit der Macworld Expo 2009 könnte noch günstiger sein.

Apple braucht auf alle Fälle einen Knaller für die Keynote am 6. Januar. Der iPhone-Hype flaut ein wenig ab, erste Beobachter sprechen schon davon, dass Apple die Produktion zurückschrauben müsse. Wesentliche Neuerungen, die das überbordende Interesse vom Sommer wiederbeleben könnten, stehen nicht an. Apple und seine Mobilfunkprovider haben eine Wunschliste abzuarbeiten, auf der die Modemfunktion ganz oben steht, revolutionäre Änderungen sind aber nicht zu erwarten. Allenfalls wird Apple am Preis schrauben oder die Ausstattung verbessern, etwa mit mehr Speicher. Für Rezessionszeiten sehen die meisten Marktbeobachter Apple gut gerüstet, wenn die Kauffreudigkeit zurückgeht, muss der iPhone-Hersteller einen Gutteil seiner Marge opfern, um im Geschäft bleiben zu können.

Nach zuletzt vom iPhone dominierten Keynotes zu Macworld Expo und WWDC ist es mal wieder an der Zeit, dem Mac auf der Macworld Expo mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Zur Hauptrolle reicht es für einen neuen Mac Mini gewiss nicht, dass aber ein Update des kleinsten Mac bevorsteht, soll in einer E-Mail sogar Apple selbst angedeutet haben .

Star der Veranstaltung im Januar, so denn Apples CEO Steve Jobs wie all die Jahre zuvor eine Keynote hält, was bis dato nicht offiziell bestätigt ist, wird Mac-OS X 10.6 Snow Leopard sein. Im ersten Halbjahr 2009 soll das Betriebsystem-Udpate erscheinen, unwahrscheinlich, dass Apple die Gelegenheit verstreichen lässt, Details der neuen Raubkatze zu zeigen. Mit Snow Leopard wendet sich Apple stärker Unternehmen zu, hat in dieser Woche Anthony DeCanti, Technik-Vizepräsident bei Werner Enterprises, orakelt. Die native Exchange-Unterstützung, mit der das seit Sommer ausgestattet ist, soll dem Mac im Firmenumfeld eine bessere Position einräumen.

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