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Apples musikalische Odyssee

20.07.2005 | 16:01 Uhr |

Kurz bevor Apple seine Quartalszahlen veröffenlichte, sagten diverse Analysten einen Knick in der Erfolgskurve des iPod voraus. Der Markt sei gesättigt, und angebliche Meldungen über hohe Lagerbestände führten zu negativen Einschätzungen

Jobs + iPod Mini
Vergrößern Jobs + iPod Mini

Doch dann folgten Schlag auf Schlag ein hervorragendes Quartalsergebnis , die Meldung über den Verkauf von mehr als 6 Millionen iPods und die Bekanntgabe, dass tatsächlich schon 500 Millionen Songs aus dem iTunes Music Store bezogen wurden. Die Aktienkurse bleiben seitdem oben, auch wenn Apple schon mal vorsorglich darauf hingewiesen hat, so gute Zahlen zum Ende des nächsten Geschäftsjahresquartal nicht melden zu können.

Download kontra Abo

Trotz wachsender Konkurrenz im Online-Musikgeschäft bleibt der iTMS Marktführer. Auch wenn sie in Einzelfällen billiger sein mögen, können sich die Abomodelle von Napster, Real oder Yahoo nicht durchsetzen. Die Kunden bevorzugen - noch – offensichtlich Apples Download-Modell. „Die Modelle richten sich an unterschiedliche Zielgruppen“, urteilt der US-Analyst Michael Gartenberg von Jupiter Media. „Langfristig müssen sie ihre Kunden davon überzeugen, dass Abomodelle eine korrekte Möglichkeit sind, Musik zu kaufen. Wenn ihnen das gelingt, kann Apple natürlich jederzeit ebenfalls eines anbieten.“

Wer heute über den Erfolg Apples redet, vergisst schnell, dass Apples Einstieg ins Musikgeschäft keineswegs leicht, sondern eher eine Odyssee war. Unsere Kollegen der US-Zeitschrift Playlistmag haben eine kleine Historie zusammengestellt:

2001

Am 9. Januar 2001 stellte Apple nach einem verheerenden Quartal, in dem es 247 Millionen US-Dollar verloren hatte, die erste Version von iTunes vor, ein Programm, dem man seine Herkunft aus dem Vorgänger Soundjam noch ansah. Am 23. Oktober desselben Jahres stellte Apple vor eine Gruppe ausgewählter US-Journalisten dann seinen ersten iPod vor. Er hatte 5 GB Festplattenspeicher, die bei der Premiere mit Musik von Bob Dylan, Simon & Garfunkel und anderen gefüllt war. Um keine Copyrights zu verletzen, spendierte Apple damals die Original-CDs noch mit dazu.

Zu Jahresende stand die Apple-Aktie bei 10,95 US-Dollar (alle Angaben sind entsprechend des Aktiensplits umgerechnet)

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