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Von Sabine Friedrich - 27.02.2009, 13:55

Apps, die es nciht geschaft haben

Zehn schräge App-Store-Flops

Apple hat bereits eine ganze Reihe von Programmen für das iPhone zurückgewiesen. Die Begründungen lassen zu wünschen übrig und der Entscheidungsprozess scheint manchmal rein willkürlich zu sein.
Apple gibt nur wenig bekannt, warum einige Entwicklungen nicht für den Vertrieb im :App Store zugelassen werden. PC-World sprach nun mit zehn Programmierern, deren Applikationen für das iPhone zurückgewiesen wurden.

Obama Trampolin

Das Spiel Obama Trampolin von Swamiware wurde vor kurzem von Apple abgelehnt. In dem Spiel kann der Anwender 18 Politiker auf ein Riesentrampolin setzen und mit ihnen große Luftballons, die über den Bildschirm schweben, zum Platzen bringen. Unter der Politiker-Auswahl befinden zum Beispiel Barack Obama und John McCain. "Es ist nur ein Spiel mit Comic-Figuren", beteuert der Geschäftsführer Patrick Alfonso, um Vorwürfe wegen Respektlosigkeit zu entkräften.
Apple sah das wohl anders und das Spiel durfte nicht in den App Store. Die Entwickler von Swamiware schreiben jetzt für einen zweiten Anlauf das Programm um, aber ohne große Begeisterung. "Wir haben jede Menge Zeit und Geld in die Entwicklung investiert. Es ist mehr als ärgerlich, wenn ein Programm von Apple abgewiesen wird und wir die Gründe nicht kennen.", beklagt Alphonso.

MyShoe

Der Schuhwerfer auf der Irak-Konferenz verfehlte den damaligen US-Präsidenten Bush. Das auf diesem Zwischenfall basierende Spiel von einem Entwickler aus Pakistan verfehlte nun die Zulassung zum App Store. Der interne Beschleunigungsmesser des iPhones wird in dem Spiele zum Werfen von Schuhen eingesetzt und die Zielpersonen sind zum Beispiel gegen Bin Laden austauschbar.
"Öffentliche Personen werden ins Lächerliche gezogen und das verstößt klar gegen die Regeln des App Stores", begründete Apple die Abweisung.

I am Poor

Im letzten August gab es im Apple Store das Programm "I am Rich", das für den Kaufpreis von 1.000 US-Dollar lediglich ein glitzerndes Symbol auf dem Bildschirm darstellte. Nach einigen Tagen wurde das Programm still und leise aus dem App Store entfernt. Nun entwickelte Hardy Macia von Catamount Software das preiswertere Gegenstück "I am Poor". Für knapp einen US-Dollar bekommt der Anwender billige Mahlzeiten wie Nudelsuppe, Käsenudeln oder Thunfisch auf seinem Display angezeigt. Apple wies das Pogramm zurück wegen "fehlendem Nutzen für den Kunden".
"Die Zulassungskriterien sind absolut unklar. Jeder Antrag für eine Entwicklung gleicht einem Russisch Roulette-Spiel.", sagt Macia.

The South Park App

Die Erfinder von South Park Trey Parker und Matt Stone sind an Auseinandersetzungen mit Zensurbehörden gewöhnt. Sie halten den derzeitigen Welt-Rekord mit 399 Schimpfwörtern in einem einzigen Film, aber haben jetzt nach einigen Runden aufgegeben, ihr Programm im App Store zugelassen zu bekommen. Mit dem Programm sollen Anwender auf Ausschnitte der Sendung South Park, Nachrichten, Bilder und so weiter zugreifen können.
Apple bezeichnete den Inhalt als ""möglicherweise offensiv". Gleichzeitig jedoch verkauft Apple ohne Bedenken im iTunes Store die South Park Serien. Ein Schimmer von Hoffnung bleibt. Laut Parker und Stone schrieb Apple in der Abweisung, dass die Kriterien sich mit der Zeit ändern. Die Entwickler hoffen daher, dass in einigen Jahren auf dem iPhone zugelassen wird, was derzeit ohnehin schon im Fernsehen gesendet wird.
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