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April, April: Übersicht über Scherze aus der Mac-Szene

02.04.2007 | 16:36 Uhr |

Je verrückter, desto besser. Leicht fällt einem das Lesen von Blogs und Nachrichtenseiten heute nicht, schließlich muss man stets auf der Hut sein: Was ist ein Aprilscherz und was ist keiner? Nicht immer fällt die Entscheidung leicht, wenn das Datum einer Meldung auf den gestrigen Sonntag verweist.

Schließlich passieren am 1. April auch immer wieder ernsthafte Dinge: Vor 31 Jahren etwa haben just an diesem Datum Steve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne die Firma Apple gegründet. Das stimmt. Allerdings ging am 1. April 2003 auch die Nachricht um die Welt, ein Unbekannter habe Bill Gates erschossen. Dieser makabre und sehr zweifelhafte Scherz blieb damals nicht ohne Folgen, die Microsoft-Aktie fiel um 1,5 Prozent, schreibt das Blog Geeksugar . macnews.de stellt eine Auswahl an aktuellen Aprilscherzen aus der Mac- und Computerszene zusammen.

Nicht alle Aprilscherze, die gestern auf Mac- und Computerseiten sowie Blogs zu finden waren, sind wahre Brüller. Ohnehin mag es etwas ungeschickt gewesen sein, dass der 1. April in diesem Jahr ausgerechnet auf einen Sonntag fiel, an dem man normalerweise keine großartigen Ankündigungen erwartet. Haben Sie etwa geglaubt, dass Apple plant, Sony aufzukaufen? Zumal das Blog Gadgetell auch noch das Plattenlabel der Beatles, Apple Corp., mit dem Mac-Hersteller Apple Inc. verwechselte. Oder dass sich Apple und Dell zusammenschließen, wie YearOfTheLinuxDesktop auf Channel 9 berichtete ? Auch die Idee, Apple könne an einer Software namens iPirate arbeiten, die illegale Downloads über BitTorrent-Netzwerke erlaube, sorgt nicht unbedingt für ein herzhaftes "LOL". Ein neues Gerät hatte das Blog Scobleizer im Angebot : den iReader, den Apple gemeinsam mit Amazon, Google und Cingular entwickle.  

Get a life!

Mehr Spaß mag den Lesern die Geschichte der Chicago Tribune bereitet haben: Die Zeitung berichtete auf ihrer Internetseite von einem neuen Apple-Produkt namens "iDentity", zu deutsch "iDentität". Das Gerät, das an einen iPod erinnere, "stattet den Anwender mit allem aus, was er braucht, um ein Leben zu führen." Von Apple in Auftrag gegebene Marketingstudien hätten aufgedeckt, dass iPod-Besitzer das verzweifelte Bedürfnis nach einem echten Leben hätten. Wer eines der neuen Geräte kaufe, könne sich von Apples Internetseiten persönlich zugeschnittene Interessen herunterladen, Hobbies, Weltansichten, Freunde, Vorlieben und Abneigungen.  

Safari basiert auf Microsoft-Engine

Mit einem Horrorszenario machten die Entwickler des WebKits auf sich aufmerksam, auf dem der Apple-Browser Safari basiert: Man werde die Entwicklung mit sofortiger Wirkung einstellen. Apple habe beschlossen, das WebKit durch die Engine des Internet Explorers 7 zu ersetzen. "Sie werden Webseiten in Zukunft mit dem hohen Maß an Kompatibilität und Geschwindigkeit betrachten können, die sie vom Internet Explorer 7 kennen."  

Kaufen Sie Viagra!

Eine bissige Geschichte voller Ironie und Sarkasmus hat sich The Register ausgedacht . Apple habe die Arbeit am Prototypen "iPhone" eingestellt und werde gemeinsam mit Google direkt den Nachfolger auf den Markt bringen, den die beiden Firmen gemeinsam entwickelten. Das neue Gerät mit dem Codenamen ID (für "Identität") sei die konsequente Fortführung der iPhone-Idee, gehe aber noch darüber hinaus. Es habe nicht nur keinen einzigen Knopf, vor allem könne man damit auch nicht telefonieren. "Die Leute sagten, dass sie vor allem ein iPhone wollten, um sich ein Profil zu geben", habe ein Apple-Ingenieur geäußert, der nicht genannt werden wolle. Die meisten potentiellen Kunden würden ohnehin nicht telefonieren wollen und hätten auch kaum jemanden, den sie anrufen könnten. Deshalb seien in Zusammenarbeit mit Google neue aufregende Funktionen entstanden: Der Suchmaschinenanbieter stelle über das neue Gerät alle persönlichen Daten zum Einsatz auf dem iPhone zur Verfügung bereit, die er über Jahre von Privatpersonen gesammelt und archiviert habe: Chat-Logs, Einkäufe und finanzielle Informationen beispielsweise. Wenn der ID-Käufer ein Geschäft betrete, blinke auf dem Gerät der Slogan "Kaufen sie Viagra!".  

Microsoft stürzt ab

Auch Seitenhiebe auf den Weltkonzern Microsoft sind beliebt. RoughlyDrafted berichtete : "Microsoft Corp. hat heute Morgen eine überraschend Pressemitteilung veröffentlicht. Sie kündigt an, dass die Firma 'eine illegale Aktion ausgeführt hat und jetzt heruntergefahren wird.'" Ähnliche Fehlermeldungen kennt mancher Windows-Anwender aus seinem Alltag am Computer. Der Softwarehersteller wolle sich nicht zu dem Vorfall äußern, sondern gebe auf Presse-Anfragen lediglich den Fehlercode "$00038FF577" aus.  

Steve Jobs ist aufs Rind gekommen

Schließlich hat Apple-CEO Steve Jobs aufgehört, sich fleischlos zu ernähren und macht jetzt eine Rindfleischdiät. Das zumindest behauptete gestern der Mac Observer in Berufung auf eine angebliche Pressemitteilung des Mac-Herstellers. Im Laufe des Tages habe Microsoft-CEO Steve Ballmer auch sogleich auf die Ankündigung reagiert und mitgeteilt, dass er ebenfalls Rindfleisch konsumiere, allerdings bereits seit Jahren: "Einmal mehr kopiert Jobs unsere innovative Lebensart. Ich esse schon so lange Rindfleisch, wie ich denken kann." Der Softwarehersteller werde schon bald einen Sandwich mit Namen "Microsoft Zuneburger Personal Dining Experience" vorstellen.

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