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April: Das Geld liegt auf der Straße

25.12.2004 | 10:00 Uhr |

Google will an die Börse +++ Apple macht solide Gewinne dank iPod +++ Google bringt Google-Mail +++ Software für Videoprofis: Motion, Finalt Cut Pro HD und Xsan +++ Apple aktualisiert Powerbooks und iBooks

Google zu Geld gemacht

Pläne, die Suchmaschine Google an die Börse zu bringen, äußern deren Gründer Larry Page und Sergey Brin erstmals im April offiziell der US-Börsenaufsicht SEC gegenüber. Schon den ganzen Winter und das Frühjahr gegenüber hatten sich Spekulationen um einen baldigen IPO der erfolgreichsten Internetfirma seit dem Platzen der Dot-Com-Blase gedreht. Bis zum erfolgreichen Börsengang im August vergehen noch einige Monate, in denen die Google-Chefs beinahe das Projekt gefährden. Abenteuerlich sind allein die Pläne, die Anteilsscheine in einer Internet-Auktion zu verkaufen, die am Börsengang beteiligten Banken machen sich Sorgen über das niedrige Limit von fünf Aktien, die jeder Interessent mindestens erwerben muss. Brin und Page wollen damit Kleinaktionäre begünstigen, die Banken fürchten jedoch hohe administrative Kosten.

IPO mit Hindernissen

Gefährlicher wird den Google-Gründern jedoch ein Playboy-Interview, dessen Veröffentlichung in die verpflichtende Schweigeperiode vor dem IPO fällt und die Ausgabe von 23,2 Millionen Aktien an Angestellte des Unternehmens.

Mitte August erteilt die SEC doch die Genehmigung für den Börsengang, der zum erfolgreichsten der jüngsten Internetgeschichte wird. Zwar reduziert Google den Ausgabepreis aufgrund zunächst schwacher Nachfrage auf 85 bis 95 Dollar, doch schon die Erstnotierung von 100,01 Dollar zeigt in die Richtung, in die sich der Kurs entwickelt: nach oben. Die Konsortialbanken sind zufrieden, da doch mehr Aktien unter das Volk kommen als geplant, Google kauft die unrechtmäßig ausgegebene Anteilsscheine von seinen Arbeitnehmern zurück und die beiden 31-jährigen Google-Gründer kündigen an, sich von 2,2 Millionen Aktien zu trennen und dabei jeweils rund 1,22 Milliarden Dollar einzunehmen. Zum Jahresende beruhigt sich die Börse, die das Papier auf Höhen von über 150 Dollar getrieben hat, wieder, GOOG stehen im Dezember stabil bei Kursen um 140 Dollar.

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