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April: Windows kommt auf den Mac – ganz offiziell

25.12.2006 | 07:01 Uhr |

Boot Camp. Parallels, VMWare: Windows XP auf Intel-Macs +++ Neues 17-Zoll Macbook Pro von Apple +++ Apple macht 410 Millionen US-Dollar Quartalsgewinn +++ Apple nimmt alte Computer in den USA kostenlos zurück +++ Forscher deckt sieben Sicherheitslücken in Mac-OS X auf

Offiziell: Windows XP auf Intel-Macs

Boot Camp bringt Windows auf den Mac
Vergrößern Boot Camp bringt Windows auf den Mac

Im Frühjahr gelingt es Bastlern, Windows XP auf Intel-Macs zu installieren. Apple reagiert und bringt die Beta-Version von Boot Camp heraus. Der Helfer für den Parallelbetrieb von Mac-OS X und Windows XP auf einer Maschine ist quasi die erste Auskopplung des für Frühjahr 2007 angekündigten nächsten Betriebssystems Mac-OS X 10.5 Leopard. unterstützt Apple mit Boot Camp nun auch offiziell die Installation des Microsoft-Betriebssystem auf seinen Rechnern. Wer eine Installations-CD von Microsoft Windows XP sein Eigen nennt, kann mit Hilfe von Boot Camp das Redmonder Betriebssystem auf seinen Intel-Mac spielen und nach der Installation entscheiden, ob der Mac mit Mac-OS X 10.4 oder Windows XP hochfährt. Weitere Details zu Mac-OS X 10.5 Leopard, dessen Bestandteil Boot Camp sein wird, kündigt Apple für den August an, auf der Entwicklerkonferenz WWDC sollen erste Einblicke möglich sein. Phil Schiller, Apples Vizepräsident für weltweites Produktmarketing sieht in Boot Camp eine Gelegenheit, Windows-Anwender zum Kauf eines Macs zu überzeugen: „Apple hat weder den Wunsch noch die Absicht, Windows zu verkaufen oder zu unterstützen. Da wir jetzt aber Intel-Prozessoren einsetzen haben viele Kunden ihr Interesse bekundet, Windows auf der überlegenen Hardware von Apple laufen zu lassen“.

Boot Camp vereinfacht die Installation von Windows XP auf Intel-Macs mit einem grafischen Schritt-für-Schritt-Assistenten, der eine zweite Partition auf dem Mac für Windows XP erstellt, eine CD mit allen nötigen Treibern zu brennen hilft und anschließend bei der Installation von Windows XP Support leistet.

In ersten Reaktionen fürchten Skeptiker negative Auswirkungen speziell auf den Markt für Mac-Spiele und spezielle Programme wie Banking-Software, die für den Mac auf den ersten Blick nun überflüssig erscheinen. ASH-Chef Volker Ritzhaupt gibt sich im :Macwelt-Interview jedoch gelassen: „ Wenn Mac- OS X anders ist als Windows, dann braucht man auch Applikationen dafür. Das bedeutet, dass es einen Bedarf für solche Applikationen gibt und das wiederum bedeutet, dass welche entwickelt werden. „

Boot Camp erfreut sich unter Mac-Anwendern großer Beliebtheit: Ein halbes Jahr später zählt Apple die erste Million Downloads.

Eine Alternative zu Boot Camp stellt Parallels mit Parallels Desktop vor, im April erscheint die vierte Beta-Version der Virtualisierungslösung.

Parallels Workstation heißt ab Sommer Parallels Desktop
Vergrößern Parallels Workstation heißt ab Sommer Parallels Desktop

Das zunächst Parallels Workstation genannte Programm gestattet es, x86-basierte Betriebssysteme wie Windows, Linux-Distributionen oder FreeBSD, Solaris und OS/2 in einer geschützten, virtuellen Umgebungen unter Mac-OS X zu installieren. Neu in der vierten Beta ist außer dem Vollbildmodus die Unterstützung für Dual-Monitor-Systeme, ein verbesserter Support für Sound unter Windows sowie CD- und DVD-Zugriffe. Im Lauff des Jahres verbessert Parallels die Virtualisierung kontinuierlich und bringt eine Beta-Fassung nach der anderen heraus. Die finale Version kostet 79 Euro. Mit VMWare Fusion kommt im Oktober eine weitere Virtualisierung für den (Intel-)Mac auf den Markt.

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