1506723

Arbeitsbedingungen: Apple-Zulieferer erneut in der Kritik

29.06.2012 | 11:29 Uhr |

Die Arbeitsbedingungen in chinesischen Fertigungsbetrieben sind weiterhin schlecht, beklagt ein Watchdog. Die gesamte Industrie sei gefordert, die Situation zu verbesern.

Ein Bericht der Organisation China Labor Watch wirft den Fokus erneut auf die Arbeitsbedingungen in den chinesischen Fabriken, die für Apple und andere Hersteller Teile produzieren oder Geräte zusammenbauen. Dabei kritisiert China Labor Watch die weiterhin schlechten Bedingungen insbesondere bei den Fertigern von Bauteilen, wie eine Untersuchung in zehn Fabriken von Zulieferern zwischen Januar und April ergeben habe. In diesen Betrieben würden bis zu 150 Überstunden pro Monat anfallen, kritisiert die Organisation.

Dabei würden die Manufakturen vor allem auf Leih- und Zeitarbeiter setzen, die weniger Rechte aus den Arbeitsgesetzen ableiten können. Diese Arbeiter würden oft gar nicht in den Bilanzen auftauchen, so könnten die Fabriken auch die von Apple für seine Zulieferer aufgestellten Regeln umgehen. Foxconn, dam im April Apple-CEO Tim Cook einen medienwirksamen Besuch abgestattet habe, sei unter den Arbeitgebern in Apples Zulieferkette noch der beste, heißt es. Foxconn würde Zeitarbeiter in der Regel in ein festes Beschäftigungsverhältnis übernehmen.

Das Problem trete jedoch nicht nur bei Apple auf, betont China Labor Watch, in den Zulieferketten anderer Hersteller finden sich die gleichen Probleme: Günstige Elektronik würde nach billiger Arbeitskraft verlangen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1506723