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Asiaten wollen deutschen Hersteller von iPhone-Displays übernehmen

29.11.2007 | 10:57 Uhr |

Nach einem Bericht des Handelsblatts stehen asiatische Investoren beim westfälischen Handyzulieferer Balda Schlange. Vier Konzerne wollen sich an dem Unternehmen beteiligen, das nach unbestätigten Berichten Touchscreens für das iPhone fertigt. Im Gespräch ist auch eine komplette Übernahme des deutschen Zulieferers.

Nach Informationen des Handelsblatts wird über eine Übernahme von Balda spekuliert. Die asiatischen Investoren sollen zunächst ein Aktienpaket von 29 Prozent erwerben. Damit würden sie unter der Grenze bleiben, die es erfordert, sämtlichen Aktionären ein Angebot zu unterbreiten. Ungenannte Quellen berichten, investierte Hedgefonds würden Aktien von Balda zu einem Preis von 15 Euro verkaufen. Der Kurs des Unternehmens notierte am Mittwoch bei rund 10 Euro.

Bei Balda sollen die Konzerne Asustek, Quanta Computer, Foxconn sowie Flextronics vorgesprochen haben. Die größten Chancen auf einen Einstieg soll Flextronics haben. Der Konzern mit rund 100.000 Mitarbeitern produziert unter anderem Spielekonsolen für Microsoft, Handys für Sony-Ericsson sowie Drucker für Hewlett Packard. Bislang besitze das Unternehmen keinerlei Know-How im Bereich berührungsempfindlicher Displays. Eine Übernahme von Balda würde daher die Angebotspalette von Flextronics in einem zukunftsträchtigen Bereich erweitern.

Der Vorstandsvorsitzende von Balda, Joachim Gut, wollte sich zu möglichen Gesprächen mit asiatischen Investoren nicht äußern. „Es gibt wenige, die über unser Know-how verfügen. Und der Markt für Touch-Applikationen wächst sprunghaft. Aber ich kann Gespräche oder Pläne der Wettbewerber nicht kommentieren“, sagte der Manager dem Handelsblatt.

In der Branche gilt es als offenes Geheimnis, dass Balda Touchscreens für das iPhone von Apple liefert. Der Vertrag mit Apple verpflichte das Unternehmen aber zu Stillschweigen, heißt es.

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