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Atempause für Napster

11.10.2001 | 00:00 Uhr |

Der umstrittenen Internet-Tauschbörse Napster hat Bundesrichterin Marilyn Patel eine Atempause verschafft. Vor einer endgültigen Gerichtsentscheidung soll jetzt ein unabhängiger Experte die tatsächlichen Eigentumsrechte der zur Diskussion stehenden Musikstücke prüfen, verkündete die Richterin am Donnerstag in San Francisco. Führende Unternehmen der Musikindustrie hatten Napster 1999 wegen Urheberrechtsverletzung verklagt. In dem Rechtsstreit droht der Tauschbörse weiterhin eine endgültige Schließung sowie Schadensersatzzahlungen in Millionenhöhe.

In dem Rechtsstreit müsse nun herausgefunden werden, ob die Plattenlabels derzeit noch immer im Besitz des Urheberrechts für mehr als 200 zur Diskussion stehender Musikstücke sind, bestätigten die Anwälte der Musiktauschbörse. Auf Anordnung des Gerichts hatte Napster seinen kostenlosen Tauschdienst im Sommer vom Netz nehmen müssen und verpflichtete sich unterdessen, den Rechteinhabern 26 Millionen Dollar (54,6 Mio DM/27,8 Mio Euro) für die bisherige Verletzung von Urheberrechten zu zahlen. Zusätzlich will das Internet- Unternehmen zehn Millionen Dollar Lizenzgebühren im Voraus entrichten. dpa

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