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Auch Berlin erwägt Linux-Umstieg

02.09.2004 | 11:10 Uhr |

Im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg steht nicht nur der Flughafen, sondern mittlerweile auch die Windows-Systeme zur Disposition. Noch in diesem Herbst soll eine Entscheidung über den Linux-Umstieg erfolgen.

Die Argumente sind ähnlich wie beim Münchener Modell: Microsoft gibt keinen Support mehr für Windows NT, so dass man laut Manfred Piechowski, IT-Beauftragter des Bezirks, "zum Umstieg verdammt sei ". Der könnte jetzt aber nicht wie der Redmonder Riese es sich wünscht nach Windows XP, sondern nach Linux erfolgen.

Ein wichtiger Grund hierfür ist neben der größeren Unabhängigkeit vor allem der bestehende PC-Bestand. 90 Prozent aller Rechner wären unter Linux weiter lauffähig, betont Piechowski, gegenüber unserem Schwestermagazin Computerwoche, wohingegen ein aktuelleres Windows-Betriebssystem mit Lizenz- und Hardwarekosten die klammen Bezirkskassen belasten würde.

Sollte sich Tempelhof-Schöneberg für den Umstieg entscheiden, so wird dies von den anderen elf Bezirksverwaltungen mit insgesamt 25 000 PCs, die unter ähnlichen Vorraussetzungen arbeiten als Pilotprojekt angesehen. Selbst die Landesregierung - bisher noch deutlich Windows-orientiert - schließe einen Einsatz von Linux nicht mehr vollkommen aus, erklärte ein Berliner Senatsvertreter bei der letzten IT-Leiter-Konferenz gegenüber der Computerwoche.

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