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"Auch der Mittelstand muss ins Internet"

21.08.2000 | 00:00 Uhr |

Der Marler Computerproduzent Maxdata will sich
vom reinen Gerätehersteller zum Anbieter für Internetdienstleistungen
entwickeln. Zielgruppe seien dabei mittelständische Unternehmen,
denen Maxdata einen Internet-Auftritt anbieten wolle. «Auch der
Mittelstand muss ins Internet», sagte der Maxdata-Vorstandschef
Holger Lampatz der dpa.

«Wir erwarten ein stürmisches Wachstum.» Bereits in fünf bis
sieben Jahren sei geplant, etwa die Hälfte des Unternehmensgewinns
des derzeit drittgrößten deutschen PC-Herstellers in dem neuen
Geschäftsfeld Internet zu erwirtschaften. «Wir haben vorher vom
Hardware-Verkauf von der Hand in den Mund gelebt. Jetzt kommen wir
in die Königsklasse», sagte Lampatz.

In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres hatte
der börsennotierte Marler Computerhersteller vor allem durch den
hohen Dollarkurs einen Gewinneinbruch hinnehmen und seine Prognose
für das Gesamtjahr kräftig nach unten korrigieren müssen. Statt des
noch im Frühjahr erwarteten Vor-Steuer-Gewinns von rund 100 Millionen
DM (51,2 Mio Euro) werde nun für 2000 mit einem Ergebnis vor Steuern
von rund 66 Millionen DM bei einem Umsatz von rund zwei Milliarden DM
gerechnet.

Nach Anlaufverlusten von rund sieben Millionen DM im laufenden
Jahr soll das Internet-Geschäft nach den Planungen 2001 rund 14
Millionen DM zu dem geplanten Vor-Steuer-Ergebnis von 141 Millionen
DM beisteuern. Im Jahr 2002 soll sich dieser Beitrag auf 40 Millionen
DM bei einem weiteren Ergebnis-Anstieg auf rund 190 Millionen DM
erhöhen.
dpa

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