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Audio-CD-Nachfolgern fehlt die Unterstützung

16.11.2005 | 10:49 Uhr |

Bis sich die Vorteile der CD im Vergleich zur Schallplatte herumgesprochen hatten, dauerte es nicht allzu lange. Und auch von der DVD ließen sich viele Konsumenten rasch überzeugen.

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Schwerer tun sich zwei Formate, die zumindest den Tonträgermarkt aufs Neue umkrempeln sollten: Super Audio CD (SACD) und DVD-Audio führen seit mehreren Jahren ein Schattendasein. Zwar sehen die Musikbranche und auch die Gerätehersteller die Formate, die einen besseren Klang liefern können als die CD, leicht im Aufwind. Doch vor allem neutrale Experten zweifeln daran, dass ihr großer Durchbruch noch kommt. Theoretisch stimmen die Voraussetzungen: Die SACD und auch die konkurrierende DVD-Audio laufen auf einer ganze Reihe von Geräten. “Unsere DVD-Player ermöglichen oft die SACD-Wiedergabe”, sagt Georg Wilde von Philips. Das Unternehmen aus Hamburg hatte das Format gemeinsam mit Sony voran getrieben. Dagegen war Panasonic einer der DVD-Audio-Vorreiter - und bietet laut Sprecher Peter Weber in Hamburg ebenfalls einige DVD-Spieler mit der nötigen Funktionalität an.

Daneben gibt es seit einiger Zeit so genannte Universalplayer, wie Bernhard Rietschel von der in Stuttgart erscheinenden Zeitschrift “Audio” erklärt. “Sie spielen beide Formate ab und zudem DVD-Video, CD und MP3” - und kosten darüber hinaus mittlerweile kein Vermögen mehr: “Die Preise haben sich zuletzt auf rund 200 Euro für ein gutes Gerät herunter geschraubt.” Angeboten werden die Player von Herstellern wie Yamaha, Pioneer oder auch Marantz.

Technisch gesehen lassen SACD und DVD-Audio die “herkömmliche” CD hinter sich. “Man kann mit ihnen höhere Frequenzen darstellen und hat eine höhere Dynamik”, erläutert Herbert Noll, Technikexperte bei der Stiftung Warentest in Berlin. Auf DVD-Audio lassen sich zusätzlich zur Musik etwa auch Bilder speichern. Vor allem jedoch machen beide Formate die Mehrkanalwiedergabe - Raumklang - möglich. “Mit CDs funktioniert das nur, wenn sie nach dem "Dolby-Pro-Logic-Verfahren" aufgenommen wurden”, wie Noll erklärt.

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