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Auf Reisen Mails abrufen und im Internet surfen

09.02.2007 | 13:36 Uhr |

Für viele Anwender ist der permanente Zugang zum persönlichen E-Mail-Konto oder zur Informationsquelle Internet mittlerweile eine Selbstverständlichkeit. Auch in Zug, Flugzeug oder im Hotel möchte mancher gerne eine E-Mail abschicken oder eine schnelle Google-Recherche starten. Im Folgenden wollen wir einen Überblick über die verschiedenen mobilen Internetzugangsmöglichkeiten verschaffen - haben sie doch alle ihre Vor- und Nachteile.

Internetzugang per Hotspot

Viele Hotels und Flugplätze stellen heutzutage ihren Kunden ein WLAN-Netz zur Verfügung. Benutzer eines portablen Macs mit Airport-Karte können sich hier ins Netz einwählen, die Gebühren sind mittlerweile recht moderat.

Alle neueren mobilen Macs besitzen eine eingebaute Airportkarte, für Anwender mit altem Notebook gibt es etwa bei TKR für 40 Euro (ohne Porto) einen USB-Stick, der WLAN nachrüstet.

Für Bahnreisende sieht es bisher düster aus: In einem Pilotversuch stellt die Deutsche Bahn in Kooperation mit T-Mobile in 20 Bahnhöfen und ICE-Zügen zwischen Dortmund und Köln WLAN zur Verfügung. Auf der Reise zwischen Nord- und Süddeutschland bleibt nur das Handy als Internetzugangsmöglichkeit.

T-Online bietet seinen Kunden ebenfalls den Zugang zu einer Reihe an Hotspots. An etwa 8500 Orten in Deutschland können sich T-Online-Kunden mit ihrer T-Online E-Mailadresse und ihrem Passwort anmelden. Ein Programm für das Auffinden der Hotspots ist allerdings nur für Windows verfügbar. Auch 1&1 bietet einen ähnlichen weltweit verfügbaren Service, der in Deutschland allerdings nur an einigen Dutzend Orten in Berlin verfügbar ist.

WLAN-Hotspots im Katalog

Ist das eigene Hotel nicht mit Internet-Zugangsmöglichkeiten ausgestattet, gibt es mittlerweile eine Reihe an Online-Seiten, die Kataloge verfügbarer Hotspots führen. Dazu gehören etwa die Seiten Mobile Access , Spotigo und Hotspot Locations .

Interessant für Reisende sind aber auch die verschiedenen "Mitsurf-Organisationen“, die den freien Zugang in ein bestehendes Netz ermöglichen. Eine weltweite Organisation freier Internet-Hospots hat die Organisation FON zu bieten. Jedes angemeldete Mitglied gibt seinen heimischen Internetzugang für alle anderen Fon-Mitglieder frei und darf dafür weltweit bei allen anderen Fon-Mitgliedern mitsurfen. Neben dem recht bekannten Fon, gibt es auch freifunk.net , Sofanet , die Mitsurfzentrale und Hotsplots . Fon hat in Deutschland eindeutig die meisten Zugangspunkte aller Konkurrenten zu bieten – bei Redaktionsschluss 13092 allein in Deutschland – und ist gegen eine Gebühr auch ohne Freigabe der eigenen Internetverbindung nutzbar. Für drei Euro bekommt man eine so genannte Tageskarte für 24 Stunden Internetzugang. Über die Suchfunktion auf der Homepage findet man schnell einen Hotspot und es ist auch der Download einer Hotspot-Liste möglich - wahlweise für Navigationsgeräte oder sogar als CSV-Tabelle. Anders als bei kommerziellen Hotspots gibt es laut Nutzerberichten aber keine Garantie, dass die aufgelisteten Fon-Hotspots auch funktionieren.

Grundsätzlich sind aber private Hotspots ein Sicherheitsrisiko. Für den Privatanwender ist ein solcher öffentlicher Internetzugang eine bequeme und billige Lösung, für Geschäftsreisende sind sie dagegen zu unsicher.

Macs sind zwar sicher vor Viren oder Trojanern, in einem offenen Netz können aber theoretisch alle vom Mac ausgehenden Datenströme, dazu gehören auch E-Mails und Kennwörter aufgezeichnet werden.

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