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12 Kerne: A9X-Chip des iPad Pro im Detail

01.12.2015 | 11:42 Uhr |

Apple nutzt bei der iPad-Pro-CPU einige Tricks, um hohe Grafik- und CPU-Leistung zu erreichen.

Apples neues iPad Pro bietet auf minimalem Platz eine erstklassige Grafik- und CPU-Leistung auf Notebook-Niveau , was nur dank einem hochintegriertem ARM-Chip möglich ist. Herzstück des iPad Pro ist ein neuer A9X-Chip, der laut einer aktuellen Analyse von Chipworks einige Besonderheiten bietet: Ungewöhnlich ist vor allem ein fehlender L3-Cache, der beim A9-Chip des iPhone 6S immerhin 4 MB groß ist.

Die Kollegen bei Anandtech vermuten, dass dank doppelt so schneller Anbindung des 4 GB großen Arbeitsspeichers (51,2 GB/s gegenüber 25,6 GB beim iPhone 6S) ein L3-Cache nicht mehr notwendig sei – kann man so doch Platz sparen und im Unterschied zum iPhone 6s besteht weniger Grund für einen stromsparenden L3-Cache. Anandtech liegt auch ein so genannter Die-Shot des Chips von Chipworks vor, ein Analyse-Foto das weitere Informationen liefert: Immerhin 40 Prozent größer als der A9-Chip des iPhone 6S ist der 16nm-Chip, der wohl nur von TSMC hergestellt wird.

Wie Chipworks vor einiger Zeit veröffentlichte, wird dagegen der A9-Chip von zwei Firmen produziert: TSMC und Samsung. 147 Quadratmillimeter misst das in System on a Chip (SoC), bei der TSMC-Version des iPhone 6S-Chips sind es nur 104,5. Er ist eine Spezialanfertigung für Apple und bietet einige weitere Besonderheiten: So besteht die im Chip integrierte Grafik PowerVR 7XT von Imagination Technologies aus insgesamt 12 Shader-Blöcken, obwohl eher 4, 8 oder 16 Cluster üblich sind. Diese „krummen“ Zahlen sind aber typisch für Apple: Auch der A9 des iPhone 6s bietet 6 Shader-Blöcke, liefert also etwa die halbe Grafik-Leistung des iPad Pro. Wie wichtig die Grafikleistung für Apples Tablet ist, zeigt die große Fläche, die dafür reserviert ist – die beiden CPU-Kerne nehmen nur etwa ein Drittel des Platzes der Grafik-Einheit ein.

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