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Internetkriminalität boomt

24.11.2008 | 14:50 Uhr |

Die Kriminalität im Netz wächst. Dies berichtet zumindest eine Sicherheitsunternehmen. Besonders Kreditkartendaten seien gefragt.

Die Schattenwirtschaft im Internet blüht. Innerhalb eines Jahres seien im Netz gestohlene Waren und entsprechende Dienstleistungen im geschätzten Gesamtwert von 276 Millionen Dollar angeboten worden, teilt der IT-Sicherheitsspezialist Symantec am Montag mit. Gestohlene Kreditkarten-Informationen gehören unter Internet-Kriminellen demnach zu den meistgehandelten Waren im Netz (31 Prozent). Im regen Handel damit hätten Cyber-Kriminelle einen Maximalwert von 5,3 Milliarden Dollar in ihre Kassen gespült - gemessen an einem durchschnittlichen Kreditrahmen von 4.000 Dollar. Finanzdaten wie Kontonummern liegen danach auf dem zweiten Platz der Beliebtheitsskala (20 Prozent). Von ihnen waren Daten im potenziellen Wert von rund 1,7 Milliarden Dollar im Angebot.

Der Untergrund-Handel in Netz habe sich zu einem effizienten globalen Marktplatz entwickelt, fasst Symantec die Ergebnisse seiner einjährigen Erhebung zusammen. Die Akteure arbeiteten sowohl in lockeren Gruppen als auch in straff organisierten Banden zusammen. Kreditkarten-Daten werden dabei zu Preisen zwischen 10 Cent und 25 Dollar angeboten, zum Teil gebe es je nach Menge auch Rabatt. Das Know-how für ihre Raubzüge suchten die Betrüger in Form von Fachkräften und Experten, etwa Software-Programmierer und "talentierte Datendiebe", über ganz "normale" Stellenanzeigen.

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