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Aufsichtsbehörde ermittelt bei Freenet-Aktien wegen Insiderhandels

21.09.2004 | 12:09 Uhr |

Bonn - Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ermittelt wegen möglichen Insider-Handels mit Aktien des Internetanbieters Freenet.

Es hätten sich nach Vorprüfungen dafür Anhaltspunkte ergeben, sagte ein BaFin- Sprecher am Dienstag in Bonn. Deshalb sei ein formelles Untersuchungsverfahren eingeleitet worden. Das Verfahren richte sich noch nicht konkret gegen bestimmte Personen. Sollte sich der Verdacht auf Insiderhandel bestätigen, würde die BaFin die Staatsanwaltschaft einschalten.

Die Ermittlungen erfolgten wegen Auffälligkeiten im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen des Hamburger Internet- Unternehmens am 9. August, erläuterte der Sprecher, der einen Bericht des «Handelsblatts» bestätigte. Vor Bekanntgabe war der Aktienkurs unter Druck geraten. Damals sollen laut «Handelsblatt» der Freenet- Vorstandschef Eckhard Spoerr und Finanzvorstand Axel Krieger Aktien in größerem Umfang abgegeben haben. Die Anteile stammten aus der Umwandlung von Optionen. Die Mobilcom AG (Büdelsdorf) ist mit mehr als 52 Prozent an Freenet beteiligt. Freenet ist seit einem Jahr im TecDax notiert und verzeichnete 2003 einen rasanten Kursanstieg.

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