1456502

Aufstieg und Fall der Telekom-Aktie

22.02.2001 | 00:00 Uhr |

Vor mehr als vier Jahren hatte die Deutsche
Telekom ihr Debüt an der Börse. Eine gigantische Werbekampagne machte
die private Geldanlage an der Börse salonfähig. Mittlerweile ist die
T-Aktie in eine Krise geraten. Der Kurs ist auf den tiefsten Stand
seit zwei Jahren gefallen.

Im November 1996 hatten mehrere Millionen Anleger das Papier des
ehemaligen Staatsunternehmens zum Einführungspreis von 14,57 Euro
(28,50 DM) gekauft. Für mehr als 1,5 Millionen Bürger war es der
erste Aktienkauf ihres Lebens. Zur Freude der Aktionäre schnellten
die fast 714 Millionen Papiere gleich am ersten Tag deutlich nach
oben. Nach zwischenzeitlichem Auf und Ab konnte die Telekom im Juni
1999 ein weiteres Paket mit mehr als 280 Millionen Aktien platzieren.
Obwohl das Papier mit 77,26 Mark oder 39,5 Euro erheblich teuerer
war, griffen erneut Millionen Kleinanleger im Vertrauen auf die
stürmische Entwicklung der Kommunikationsbranche zu. In einem dritten
Börsengang (Ausgabepreis 66,5 Euro) vom Juni 2000 trennte sich
erstmals der Bund von Telekom-Anteilen.

Seitdem ging es steil bergab. Noch am Abend rutschte der Kurs
unter den Ausgabepreis. Am 6. März 2000 war die Telekom-Aktie noch zu
einem Spitzenpreis von 103,90 Euro notiert worden. Wenn man von
diesem Höchststand ausgeht, hat die Aktie binnen eines knappen Jahres
drei Viertel ihres Wertes eingebüßt. Gemessen am Ausgabepreis des
Jahres 1996 verbuchen nur noch die ersten Investoren ein Plus.
dpa

0 Kommentare zu diesem Artikel
1456502