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Auftritt iMac G5

31.08.2004 | 13:31 Uhr |

Überraschungen hat die Keynote von Phil Schiller zur Apple Expo in Paris nicht geboten, die iMac-Premiere war gar in fünfzehn Minuten abgehandelt.

"Was würden die iPod-Designer tun, wenn sie den neuen iMac gestalten müssten?" fragte Phil Schiller rhetorisch in das Publikum im Pariser Palais des Congrès, kurz bevor er das letzte Geheimnis des neuen iMacs lüftete, dessen Gestaltung. Schon im Vorfeld hatte Apple selbst klar gestellt, dass ein "im September" erscheinender iMac mit G5-Prozessor arbeiten werde, Details der Ausstattung - 1,6 GHz bis 1,8 GHz Prozessortakt, 17-Zoll- und 20-Zoll-TFT - waren vie Think Secret durchgesickert. Der Vergleich mit dem iPod ist zwar ein wenig gewagt, doch in der Seitenansicht lehnt sich der kippbare Bildschirm hinter dem die Rechner-Komponenten angebracht sind auf ein Weise auf seinen Fuß wie der iPod sich in sein Dock stellt. Von vorne ähnelt der neue iMac mit seinem breiten, weißen Rahmen, in das der Monitor eingelassen ist, jedoch eher dem Consumerrechner eMac - der in unveränderter Form in Apples Portfolio verbleibt.
Apple hat in den letzten sechs Jahren nach Angaben Phil Schillers 7,5 Millionen Rechner verkauft, die dem All-in-one-Konzept folgten, weshalb die Entwickler in Cupertino nicht von ihrem Prinzip lassen wollten. "Das hat den iMac erst so groß gemacht," meinte der in Vertretung des genesenden Steve Jobs nach Paris gereiste Schiller.
Die Vorstellung des iMac nahm gerade einmal 15 Minuten am Ende der 105minütigen Ansprache ein, schnell sind die Rechner beschrieben. Mit 17-Zoll-Bildschirm ist der iMac wahlweise mit 1,6 GHz-Prozessor und Combo-Laufwerk oder 1,8-GHz-G5 mit Superdrive erhältlich, in beiden Modellen arbeitet eine 80-GB-SATA-Festplatte. Der 20-Zöller hat ebenfalls ein Superdrive und einen 1,8-GHz-Prozessor eingebaut, greift aber auf eine 160-GB-SATA-Festplatte zurück.
Slotloading-Laufwerk (rechts) und Festplatte (links) sind im oberen Bereich hinter dem Bildschirm angebracht, zwei Firewire-400-, drei USB-2.0- und zwei USB-1.1-Anschlüsse sind hinten rechts, unterhalb des Laufwerkes zu finden. Alle drei iMacs haben die Nvidia GeForce MX 5200 mit 64 MB Video-RAM als Grafikkarte und sind für Bluetooth und Airport vorbereitet. Der iMac GB ist mit Arbeitsspeicher mit bis zu 2 GB Kapazität aufrüstbar, serienmäßig sind 256 MB 400 MHz DDR SDRAM verbaut. Lautsprecher und Mikrophon sind integriert, ein optischer Audio-Ausgang vorhanden. Die Preise reichen von 1.369 Euro für den 17-Zöller mit Combo-Laufwerk über 1.579 Euro für das 17-Zoll-Modell mit Superdrive hin zu 1.999 Euro für den 20-Zöller.

Seine Keynote hatte Phil Schiller pünktlich um 10 Uhr mit einer guten Nachricht begonnen: Steve Jobs erhole sich von seiner Operation und werde definitiv wieder im September die Arbeit als Apple-CEO aufnehmen. Neues hatte Schiller in der ersten Viertelstunde nur über den europäischen iTunes Music Store zu erzählen: Innerhalb der ersten zehn Wochen nach dessen Start hat der Ableger des erfolgreichen Musikdownloadservices fünf Millionen Songs verkauft. Der iPod der vierten Generation soll die Erfolgsgeschichte des digitalen Musikplayers fortführen, Apple halte derzeit mit iPod und iPod mini einen Amrktanteil von rund 58 Prozent - selbst wenn man die Flashplayer mit einrechnet.

Einen zentralen Punkt der Keynote nahm Mac-OS X ein, die aktuelle Version Panther sei "das beste und erfolgreichste Release, das wir je hatten." Für das Apple-Unix gebe es mittlerweile 12.000 nativ laufende Programme, von denen einige einen Platz in der Schiller-Präsentation eingeräumt bekamen. So konnte THQ das Spiel zum im November in die Kinos kommenden Film "The Incredibles" vorführen oder Luxology die 3D-Software Modo. Das kürzlich in den Handel gelangte Video-Animations-Tool Motion von Apple zeigte Schiller ausführlich, bevor er auf das kommende Betriebssystemrelease Mac-OS X 10.4, Codename Tiger einging. Dabei zeigte der Apple-Vize jedoch nur seit der WWDC bekannte Features, wie die Meta-Daten-Suche Spotlight, das "Exposé für Widgets" Dashboard oder Automator zur automatischen Steuerung von Programmen. Einzig die Spitzen gegen Microsoft sorgten für Furore. Tiger werde ein Jahr vor Longhorn in den Handel kommen, in der ersten Jahreshälfte 2005. Warum Microsoft die Premiere seines neuen Betriebssystems erneut verschoben habe, erklärte sich Schiller damit, dass "die Fotokopierer nicht funktionierten", unter Anspielung an die herausfordernden Werbplakate auf der WWDC im Juni ("Microsoft, start your Photocopiers"). Erst als die Keynote nach rund 90 Minuten das Pubklikum in Paris einzuschläfern drohte zog Phil Schiller mit dem fünf Zentimeter flachen iMac G5 die Trunpfkarte des Vormittags.

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