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Aus Konsumenten werden "Prosumenten"

28.04.2008 | 13:19 Uhr |

Laut einer Studie der Universität Bonn in Zusammenarbeit mit IBM werden Medienkonsumenten immer aktiver. Sie konsumieren nicht nur, sie schaffen auch selbst neue Inhalte.

Laut "Innovation der Medien" verändert sich der Medienkonsum in Deutschland nachhaltig. Die Forscher untersuchten, wie die Konsumenten Internet, Radio, Print und Fernsehen nutzen. Eien der Erkenntnisse: das Internet verdrängt das Fernsehen und auch die Werbung muss umdenken. "Für die Hälfte der unter 25-Jährigen ist das Internet das wichtigste Medium überhaupt. Wenn es um Kaufentscheidungen geht, dann ist das Internet über alle Altersgruppen hinweg bei fast zwei Dritteln der Deutschen erste Wahl für die Recherche", sagt Philipp Scherf von IBM.

Laut der Studie werden immer mehr Nutzer zu so genannten Prosumten. Diese konsumieren nicht nur Informationen, sondern produzieren diese auch. Beispielhaft hierfür seien Internet-Erfolgsstorys wie Wikipedia, MySpace oder YouTube, kleinere Plattformen wie Lokalisten oder PlebsTV versuchen nachzuziehen. Vor allem junge Internetnutzer würden dabei eine Vorreiterrolle spielen: etwa 40 Prozent der unter 30-jährigen seien heute entweder als Prosument aktiv oder wären daran interessiert.

Die Studie basiert auf einer repräsentativen Umfrage unter 862 Bürgern zwischen 14 und 69 Jahren. Dass das Internet überragend gut abschnitt, mag unter anderem daran gelegen haben, dass es sich bei der Studie um eine Onlinebefragung handelte.

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