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Aus Sorge vor dem Monopol

20.07.2007 | 10:36 Uhr |

Ein neuer Ausschuss für Handel und Verbraucherschutz will den Zusammenschluss vom Online-Vermarkter DoubleClick und Google unter die Lupe nehmen. Im Zentrum stehen dabei die Fragen des Datenschutzes und des Wettbewerbs im Online-Marketing.

Bereits im Mai begann in den USA die Federal Trade Commission ihre Untersuchungen, ob der 3,1-Milliarden-Deal von Google und DoubleClick den Wettbewerb in der Online-Vermarktung einschränkt. Auch die Frage, ob der Zusammenschluss die Sicherheit der Kundendaten von Google gewährleistet, steht im Mittelpunkt. Der Unterausschuss für Handel und Verbraucherschutz will nun diesbezüglich Anhörungen abhalten und eine weitreichende Untersuchung über den Online-Markt und Wettbewerb auf diesem Segment in die Wege leiten. Als Begründung nennt der Vorsitzende Bobby L. Rush die "weit verbreiteten Bedenken in Bezug auf den bevorstehenden Zusammenschluss zwischen Google und DoubleClick. ( ...) Ich teile diese Bedenken." Rush ist der Kongressabgeordnete vom US-Bundesstaat Illinois. Microsoft hatte bereits bei der Ankündigung des 3,1-Milliarden-Dollar-Deals vor einer möglichen Monopolstellung von Google und dem Online-Vermarkter DoubleClick gewarnt . Die Beschwerde hatte jedoch einen fahlen Beigeschmack, da der IT-Riese aus Redmond sich selber um DoubleClick bemüht hatte. Google gibt sich zuversichtlich, dass die Untersuchungen den Deal nicht behindern werden, denn der Zusammenschluss der beiden Online-Riesen berge "keine Gefahr für den Wettbewerb."

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