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Aus für 3dfx - Nvidia übernimmt

18.12.2000 | 00:00 Uhr |

Macht's gut, und danke für Glide! Eine Ära geht zu Ende: der Grafikkartenhersteller 3dfx hat seinen Verkauf an den Konkurrenten Nvidia beschlossen.

Der Aufsichtsrat des Grafikkartenherstellers 3dfx hat in der Nacht zum Samstag beschlossen, die Firma aufzulösen und seine Patente, technologien und Marken an den Konkurrenten Nvidia für rund 70 Millionen US-Dollar und eine Million Aktien im Wert von 37,4 Millionen US-Dollar zu verkaufen. Dieser Empfehlung des Aufsichtsrates müssen die Aktionäre jedoch erst zustimmen. In einer schriftlichen Erklärung begründet die Firma den Schritt damit , dass "hohe Lagerkosten, sinkende Gewinnspannen und zurückgehende Nachfrage irreperablen Schaden" angerichtet hätten. Man sei finanziell nicht in der Lage, Investitionen zu tätigen, um neue Märkte erschließen zu können.

Um die Geschäfte zunächst fortführen zu können, hat Nvdia dem angeschlagenen Hersteller in erster Folge der Vereinbarung 15 Millionen Dollar geliehen, die man später auf den Kaufpreis anrechnen wird. Im Gegenzug lässt 3dfx alle anhängigen Klagen wegen Verletzung von Patentrechten sofort fallen. Bis die Aktionäre von 3dfx die Übernahme genehmigen oder ablehnen, wird das Unternehmen seine Aktivitäten "deutlich" zurückschrauben und Maßnahmen zur Kostenreduzierung vornehmen.

Alex Leupp, Präsident und CEO, sieht für Gläubiger, Aktionäre und Angestellte des Unternehmens in Verkauf und Auflösung die beste "vieler in Betracht gezogener Optionen". Nvdia sei als Marktführer des OEM-Geschäfts für Grafikkarten der richtige Partner, um "das Vermächtnis von 3dfx" fortzuführen.

Erst auf der Comdex in Las Vegas hatte 3dfx im November bekant gegeben, fortan keine eigenen Grafikkarten mehr herzustellen ( Macwelt berichtete ). Eine Preissenkung für die Produkte Voodoo 4 und Voodoo 5 in der letzten Woche zielte eindeutig auf eine Reduzierung der Lagerbstände ab ( Macwelt berichtete ).

pm

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