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Aus für „Intel Inside“

02.01.2006 | 16:50 Uhr |

Das weltbekannte Logo „Intel Inside“ hat ausgedient. Der weltgrößte Computerchip-Hersteller mustert es nach 14 Jahren aus und will außerdem auch weniger auf die Marke Pentium setzen.

So solle der nächste Prozessor für Notebooks Core statt Pentium M heißen, berichteten mehrere US-Medien wie die „New York Times“ und das „Wall Street Journal“ vergangenen Freitag. Auch das Intel-Firmenlogo mit dem heruntergedrückten „e“ im Namen werde geändert. Mit der Umwälzung will Intel sich den Weg für ein neues Image öffnen. Wird der Konzern jetzt vor allem mit der PC-Industrie in Verbindung gebracht, wolle er künftig auch verstärkt als starke Marke bei Unterhaltungselektronik und im Mobilfunk wahrgenommen werden.

Intel-Chef Paul Otellini wolle die neue Strategie auf der Unterhaltungselektronik-Messe CES in Las Vegas in dieser Woche vorstellen. Intel wolle nun verstärkt auf eine Balance zwischen hoher Rechenleistung und niedrigem Energieverbrauch achten. Während der Name Pentium für Hochleistungs-Prozessoren in Computern reserviert werde, solle unter anderem die Marke Viiv für Wohnzimmer-Elektronik an Bedeutung gewinnen.

Ein wichtiger Faktor für die Neuordnung sei die Partnerschaft mit dem iPod-Hersteller Apple gewesen, der mit seinem Musikplayer zu einem starken Spieler in der Unterhaltungselektronik wurde. Insider vermuten, Apple werde in der kommenden Woche auf der Macworld Expo seine ersten Macs mit Intel-Prozessoren vorstellen, darunter einen zum digitalen Home-Entertainment-Center ausgebauten Mac-Mini-Nachfolger.

Das Logo „Intel Inside“, das nach Einschätzung von Experten auch erheblich dazu beigetragen hatte, dass Intel auf Rang fünf in der Liste der wertvollsten Marken der Welt liegt, wird das Desing der Firmensymbole aber weiter beeinflussen: Das charakteristische blaue Oval säumt künftig etwas verändert den „Intel“-Schriftzug.

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