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Aus für Painter und KPT?

15.12.1999 | 00:00 Uhr |

Metacreations zieht sich aus dem Markt für Grafiksoftware zurück. Das kalifornische Unternehmen kündigte in einer Pressemitteilung an, sich fortan nur noch auf die Weiterentwicklung des 3D-Streamingformats Metastream zu konzentrieren und alle damit nicht direkt verbundenen Geschäftsbereiche zu veräussern. Um welche Programme und Technologien es sich dabei handelt, teilte Metacreations nicht mit. Der Umstrukturierung fielen bis Jahresende voraussichtlich 100 Arbeitsplätze zum Opfer.

Metacreations rechnet mit einem anhaltenden Boom im E-Commerce-Bereich und einer damit verbundenen steigenden Nachfrage nach dreidimensionalen Produkt-Visualisierungslösungen für Online-Kaufhäuser. Nach Einschätzung von Metacreations ist Metastream in diesem Bereich bereits die mit Abstand führende Anwendung. Demgegenüber verspreche der Markt für professionelle Grafikprogramme nur ein geringes Wachstum, so die Begründung für den Schritt.

Die Umstrukturierung, die Mark Zimmer als Nachfolger des bisherigen CEOs Gary Lauer bestreiten soll, beschert Metacreations in diesem Quartal voraussichtlich einen Verlust von rund 40 Millionen US-Dollar.

Metastream-Objekte lassen sich über ein Plug-in für Netscape und Internet Explorer betrachten. In der Wintel-Welt erfährt das zusammen mit Intel entwickelte Format derzeit massive Unterstützung durch die Integration des Metastream-Viewers in die Web-Outfitter-Software des Chipriesen und in Microsofts PC-Betriebssystem Windows 98 SE. Entwickler können Metastream-Objekte in Metacreations 3D-Programmen Carrara, Ray Dream Studio, Infini-D, Poser und Bryce erzeugen. lf

Info: Metacreations, Internet: www.metacreations.com

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