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Apples Januarzahlen lassen auf erfolgreiches Quartal schließen

19.02.2009 | 11:54 Uhr |

Apples Bilanz für das zweite Quartal 2008/2009 dürfte in der Größenordnung des Vorjahres liegen, während der allgemeine Computermarkt sich im rezessiven Abschwung befindet. Alle Zeichen für Apple stehen auf Gewinn.

Gene Munster, Analyst bei Piper Jaffray, hat in einem Bericht seine Schätzungen der Mac-Verkäufe zusammengefasst. Demnach werden im ersten Quartal von 2009 zwischen 2 und 2,2 Millionen Macs bis Ende März über die Ladentheke gehen, berichtet Appleinsider .

Im Vergleich zum gleichen Quartal im Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang von sechs Prozent. Nicht viel, wenn man bedenkt, dass damals das Macbook Air neu eingeführt und im jetzigen Quartal keine neuen Hardware auf der Macworld Expo vorgestellt wurde.

Apple selbst räumte in seiner letzten Konferenz mit Investoren ein, dass hauptsächlich der Verkauf an Desktop-Macs zurückgehen werde. Die Sparmaßnahmen der Rezession beträfen in erster Linie den öffentlichen Dienst und Schulen. Gleichzeitig zeigt die Studie von Munster jedoch, dass der Verkauf von Macbook Pros anstieg.

Im 4/2008-Quartal konnte Apple ein Umsatzwachstum von 9 Prozent vermelden, und dies im krassen Gegensatz zum schrumpfenden allgemeinen Computermarkt. Während Apple selbst vor einem Jahr für das 1/2009-Quartal einen Rückgang zwischen vier und dreizehn Prozent voraussagte, sieht es für den allgemeinen PC-Markt viel schlechter aus. Piper Jeffrey prognostiziert nun für 2/2009 einen zweiprozentigen Rückgang, für 3/2009 unveränderte Verkaufszahlen und für das letzte Quartal 4/2009 einen Anstieg.

Die Verkaufsprognosen für iPod, iPhone und Apple TV

Für 1/2009 rechnet Munster mit neun bis zehn Millionen verkauften iPods. Das stimmt mit den Wall-Street-Schätzungen von 9,5 Millionen überein. Damit sinkt die Zahl gegenüber 1/2008 mit 10,6 Millionen Geräten um 15 und sechs Prozent. Gleichzeitig wird auch der Durchschnittspreis pro verkauftes Gerät sinken, d.h. dass in 4/2008 Kunden mehr an teureren iPods interessiert waren. Jeffrey Piper räumt in Appleinsider die Möglichkeit ein, die iPod Touch-Verkäufe bis März 2009 zu unterschätzen. Der iPod Touch wird mehr und mehr für iPhone-Anwendungen eingesetzt, während Apple ihn ursprünglich eher zum Spielen vermarktete. Apple selbst veröffentlicht keine Verkaufsstatistiken per Modell.

Die iPhone-Verkäufe werden laut der Vorhersage von Munster 4,4 Millionen Geräte im ersten Quartal 2009 erreichen. Damit sind die Zahlen signifikant höher als mit 1,7 Millionen in 1/2008. Ebenso sieht die Prognose einen deutlichen Anstieg der Apple TV-Verkäufe. Wie auch in 4/2008 gegenüber 4/2007 wird nun für 1/2009 gegenüber 1/2008 eine Verdreifachung der Verkäufe erwartet.

Für das nächste Quartal 2/2009 werden 4,8 Prozent Wachstum für das Gesamtjahr vorausgesagt. Gegenüber der 42-Prozent-Wachstumsrate des letzten Jahres sieht dies nach großem Einbruch aus, aber verglichen mit der gegenwärtigen Marktsituation für PCs und Unterhaltungselektronik ist es immer noch ein gewaltiges Plus.

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