Von Christian Remse, Peter Müller, Markus Schelhorn - 14.06.2012, 07:05

Ausgepackt

Erste Eindrücke vom Retina Macbook Pro

©Apple

Das Macbook Pro mit Retina Display muss im Macwelt-Testcenter beweisen, ob es hält, was Apple verspricht.
Im Vergleich zum aktuell erhältlichen Modell hat Apple dem kürzlich vorgestellten Macbook Pro eine Design-Diät verpasst. Das Retina Macbook Pro fällt etwas schlanker aus und bringt somit weniger Gewicht auf die Waage.
 
Ein echter Hingucker ist das 2.880 x 1.800-Display. Im Gegensatz zur 1.440 x 900-Ausführung nutzt der neue Bildschirm viermal so viele Pixel, um ein Bild darzustellen. Die Folge: Schärfere Texte und Bild-Details. Selbst die Bildschirm-Einstellungen hat Apple verändert. So befindet sich unter der aktuellen Version OS X 10.7.4 der Eintrag „Best for Retina display resolution“. Diese für das Retina-Display optimierte Einstellung lässt sich auf „Scaled“ umstellen. Hier kann der Nutzer zwischen fünf Voreinstellungen wählen – diese reichen von „Larger Text“ (Elemente wie Text auf dem Bildschirm erscheinen dadurch größer) bis hin zu „More Space“ (dieser Modus verkleinert Elemente auf dem Bildschirm und erzeugt dadurch das Gefühl eines hochauflösenden Displays).
 
Auf der rechten Gehäuseseite finden sich ein SD-Karten-Leser, ein HDMI-Anschluss und ein USB-3-Port – das aktuell erhältliche Modell bietet an gleicher Stelle ein optisches Laufwerk. Auf der linken Seite wiederum bietet das Retina Macbook Pro eine Auswahl an unterschiedlichen Anschlüssen wie zwei Thunderbolt-Ports, einen weiteren USB-3-Anschluss, die Klinkenbuchse für Kopfhörer und den überarbeitete MagSafe-2-Stromanschluss – da das Gehäuse des Retina Macbook Pros dünner als das des Vorgängermodells ausfällt, setzt es einen in den Maßen überarbeiteten MagSafe-2-Anschluss voraus. Hinweis: Für alle diejenigen, die sich damit nicht anfreunden können oder möchten, bietet Apple einen Magsafe-auf-Magsafe-2-Konverter für 10 Euro. Außerdem fehlen das optisches Laufwerk, eine mechanische Festplatte, der FireWire- sowie Ethernet-Anschluss. Dafür verfügt das Laptop über eine Solid-State-Disc (SSD). Hinsichtlich dieser veränderten Hardware-Merkmale gilt das neue Modell als 15-Zoll-Antwort auf das Macbook Air.
 
App-Entwickler sind nun gefordert, ihre Mac-Anwendungen an das Retina Display anzupassen , so dass der Nutzer den vollen Vorteil des Bildschirms wahrnehmen kann. Apple hat mittlerweile seit Jahren ein hochauflösendes Interface versprochen und mit dem Retina Macbook Pro nun sein Versprechen eingelöst.
Das Macbook Pro mit Retina Display haben wir zur Zeit in der Monitormesskamera, wo wir Farbraum, Helligkeit und Kontrast überprüfen.
Auf den ersten Blick beeindruckt das Retina-Display durchaus: Es bietet eine knackscharfe und kontrastreiche Darstellung, besonders bei Schrift macht sich dies bemerkbar. Ist man eine Weile mit dem Retina-Macbook-Pro im Internet gesurft und benutzt danach ein herkömmliches Macbook Pro, könnte man denken, dass man eine Brille bräuchte. Die Darstellung von Fotos überzeugt, hier sind die Farben brillant und kontrastreich, besonders gut gefällt uns die satte und tiefe Schwarz-Darstellung. Beeindruckend ist zudem, dass die Farben auch aus extremen Blickwinkeln nicht verzerrt dargestellt werden. Die Testwerte stehen noch aus, hier messen wir neben Helligkeit, Kontrastverhältnis und Reaktionszeit auch die Anzahl der darstellbaren Farben (siehe Foto oben). Dazu nutzen wir einen eigenen und eigens für Monitormessungen eingerichteten Dunkelraum, damit kein Streulicht die Messung verfälscht.
Danach steht die Schallmesskammer an, Apple verspricht einen "kaum wahrnehmbaren Lüfter", wir werden auf alle Fälle die Ohren spitzen.
Derweil vergleichen wir das Macbook Pro Retina Display mit dem Macbook Pro in der herkömmlichen Monitorausstattung im Apple Store. Während uns das Macbook Pro Retina Display inklusive des externen Superdrives 2.358 Euro kosten würde, käme eine Build-to-Order-Variante des Macbook Pro mit 256-GB-SSD statt Festplatte und 8 GB RAM auf 2.479 Euro. Bei beiden Macbooks haben wir jeweils die Variante mit 2,3-GHz Quadcore-Prozessor i7 gewählt. Selbst wer also auf ein optisches Laufwerk besteht, kommt mit dem Retina-Macbook günstiger weg bei vergleichbarer Ausstattung mit RAM und SSD. Für die Differenz sind dann noch etliche Adapter für Firewire, Gigabit-Ethernet oder Magsafe drin...
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