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Ausgezeichnetes blaues Licht

07.10.2014 | 13:39 Uhr |

Der Nobelpreis für Physik geht im Jahre 2014 nach Japan an die Entwickler der blauen LEDs.

Brillantes Bild in Retina-Auflösung, auf Wunsch sehr hell und dennoch sparsam im Stromverbrauch: Wer auf das Display von Macbook Pro, iMac, iPhone oder iPad blickt sieht von Leuchtdioden emittiertes Licht, das die im Display verbauten Zellen aus Flüssigkristallen passieren ließen – oder auch nicht. Dabei gibt es doch gar keine weiß leuchtenden Dioden, da Halbleitermaterialien Licht immer nur in einer Wellenlänge aussenden...

Wie schon in Röhrenmonitoren macht die Mischung das Licht, weiß ist zusammengesetzt aus rot, grün und blau. Dass dies auch mit LED (light emitting diodes) möglich ist, war dem Nobelkomitee in Stockholm heute Grund, den Nobelpreis für Physik des Jahres 2014 an die drei japanischen Wissenschaftler Isamu Akasaki, Hiroshi Amano und Shuji Nakamura zu verleihen. Ihre Arbeiten in den Achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts machten das weiße Licht erst möglich: Denn zu den damals schon bekannten grün und rot leuchtenden Dioden fehlte eben noch die dritte Komponente. Erfolg hatten die Forscher mit dem Material Galliumnitrid, auf ihren Forschungen aufbauend, war auch später die Entwicklung des blauen Halbleiterlasers auf Basis von Indiumgalliumnitrid möglich.

So haben wir Akasaki, Amano und Nakamura nicht nur energieeffizientes Licht in beliebig mischbaren Farbtönen zu verdanken, sondern indirekt auch den Bluray-Brenner. Die feierliche Preisverleihung findet am 10. Dezember, dem Todestag von Alfred Nobel.

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