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Autor fordert: „Schluss mit dem Gewalt-Tabu!“

03.09.2007 | 14:49 Uhr |

Gewalt darstellenden Computerspiele führen zu Amokläufen? Eben nicht – meint der Macwelt-Autor Thomas Hartmann und fordert in seinem im Eichborn-Verlag erschienenen Buch „Schluss mit dem Gewalt-Tabu!“ ein grundsätzliches Umdenken. Kinder müssen ballern und sich prügeln, fordert der Untertitel.

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Die Amokläufe von Littleton, Erfurt und Emsdetten führten vorwiegend konservative Politiker auf Gewaltdarstellung in Computerspielen zurück, die jene Täter erst zu ihren Morden inspiriert hätten. Dass Computerspiele wie Doom, Quake oder Unreal die Spieler keineswegs zu Amokläufern machen, will der evangelsiche Pfarrer und langjährige Macwelt-Autor Thomas Hartmann in seinem Buch „Schluss mit dem Gewalt-Tabu!“ zeigen. Auf 256 Seiten geht Hartmann der Frage nach, warum insbesondere männliche Kinder den Umgang mit Gewalt spielerisch erlernen müssen und warum beispielsweise das zu rasche Einschreiten bei harmlosen Raufereien kontraproduktiv wirkt. Gewalt werde in der Gesellschaft zu sehr tabuisiert, dadurch aber auch sublimiert. Eine neue gesellschaftliche Diskussion über die Gewalterziehung sei daher nötig. Das Buch ist seit heute im Handel erhältlich und kostet 17,50 Euro. Macwelt.de wird in Kürze das Buch ausführlich besprechen.

Info: Thomas Hartmann: „ Schluss mit dem Gewalt-Tabu!! Warum Kinder ballern und sich prügeln müssen “, Eichborn-Verlag, 17,95 Euro

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