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Avast: WLAN-Hotspots großes Sicherheitsrisiko

03.03.2015 | 15:22 Uhr |

Zum Mobile World Congress 2015 veröffentlicht Avast eine Studie zu den Gefahren bei der Nutzung von öffentlichen WLAN-Hotspots. Besonders gefährdet seien Nutzer in Asien.

Kostenlose WLAN-Hotspots sind in immer mehr Städten zu finden. Dass diese oft ein hohes Sicherheitsrisiko darstellen und Fremde oft alle empfangenen und gesendeten Daten mitlesen können, ist jedoch nur wenigen bekannt. Die Experten von Avast überprüften im Rahmen eines neuenExperiments WLAN-Hotspots weltweit auf Ihre Sicherheit .  Nur mit Hilfe eines Laptops und einer kostenlosen App gelang es den Avast Experten, den lokalen WLAN-Verkehr zu beobachten. Dabei konnten die Surfaktivitäten, Suchbegriffe, Passwörter, Videos und Emails mitgelesen werden.
 
Die größte Gefahr geht dabei von ungeschützten öffentlichen Netzwerken aus. Während in Europa 80 von 100 Nutzern ungeschützte WLAN-Hotspots verwenden, liegt die Zahl in Asien sogar bei 99 von 100 Nutzern. Eine weitere Gefahr sind Websites, die nur mit einer HTTP Verschlüsselung arbeiten. Insgesamt 31 Prozent des Web-Verkehrs in Europa findet auch heutzutage noch auf unverschlüsselten Websites statt.
 
Auch wenn es mittlerweile viele Hotspots mit einer Verschlüsselung gibt, bedeutet dies nicht zwangsläufig eine höhere Sicherheit für die Nutzer. Der Einsatz von WEP-Verschlüsselung kann Avast zufolge fast genau so riskant sein, wie den Passwortschutz komplett wegzulassen.  Während in Berlin nur 35,1 Prozent aller Hotspots schwach verschlüsselt waren, lag die Zahl mit 70,1 Prozent in Seoul wesentlich höher.

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