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Avid in der Blackbox

01.07.2004 | 13:38 Uhr |

Unter dem Titel "Sharing your Passion" präsentierte Avid auf dem Filmfest Neuheiten.

Das Filmfest München ist nicht nur Treffpunkt anthrazitgewandeter Cineasten und aufgeregter Produktionsassistenten. Es ist auch Präsentationsort für Spezialisten in Videosoftware wie Avid. Als Hauptthemen hatte die Präsentation in der Blackbox am Gasteig das neue Paket Avid Studio und die neueste Version 7.5 von Avid Nitris.

Rundum-Sorglos-Paket

Bereits bei der NAB im April vorgestellt, war das neue Paket Avid Studio ein Hauptthema der Veranstaltung, in der Michael Bleser das Produkt umfassend vorstellte. Grundlage der Programmsammlung bildet Avid Xpress DV 4.5 (das in der neuesten Version auch dem Mac mit PAL umgehen kann), ergänzt durch die vier Programme FX, 3D, PT und DVD. Neu unter den Programmen sind vor allem Avid 3D und Avid FX. Avid 3D basiert auf Technologie von Softimage, Avid FX auf Boris Red. Für die DVD-Erstellung ist übrigens nicht mehr Sonics ReelDVD zuständig, sondern DVD Producer, was mehr Optionen beim Umgang mit mehreren Sprachen oder Untertiteln bedeutet. Verfügbar ist diese Programmsammlung bisher nur für Windows, zu den Gründen aber später mehr. Inklusive der Hardware Mojo DNA und Digidesigns 0002 kostet Studio Complete etwa 6500 Euro (ohne Mehrwertsteuer). Für geringere Ansprüche gibt es das Paket Studio Essentials, bei dem man für etwa 3700 Euro das Programmpaket und eine Digidesign Mbox erhält. Zertifiziert ist das System bisher nur für eine Dual-Xeon-Workstation von HP, vorgeführt haben es die Präsentatoren aber auf einem Notebook eines anderen amerikanischen Herstellers.

High Definition

Zum wichtigen Thema HD gab es wenig Neues zu berichten. Avids gesamte Produktpalette wird HD unterstützten, Grundlage bildet der demnächst verfügbare HD-Codec DNxHD. Dieser Codec arbeitet im 4:2:2-Farbberech und unterstützt Bandbreiten vom 220 Mbps für 10bit und 8bit -Video sowie 145 Mbps für 720p und 1080p. Gegenüber Standard Video-Material würde die Arbeit mit unkomprimierten HD-Material etwa sechsfache Bandbreite und Speicheranforderungen verlangen, was der Codec DNxHD in Grenzen hält. Der Media Composer Adrenaline unterstützt etwa Multikamera-Editing mit bis zu drei HD-Strömen oder neun SD-Quellen. Ende 2004 gibt es auch eine PCI-Karte für unkomprimiertes HD.

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