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Avid korrigiert eigene Erwartungen

29.09.2006 | 11:40 Uhr |

Avid muss die avisierten Finanzergebnisse fürs dritte Geschäftsquartal 2006 nach unten korrigieren. Schuld ist der Intel-Switch, erklärt der Hersteller von professionellen Audio- und Videoprodukten: Apples neuer Mac Pro könne Anwender in Preis und Leistung so sehr überzeugen, dass sich noch weniger Kunden zum Kauf von Audiosoftware für den PowerPC-basierten Vorgänger entschieden hätten als erwartet.

Die Audiosparte des Unternehmens, Digidesign, hat anscheinend weniger Pro Tools HD-Software für die Power Macs mit G5-Prozessor verkauft, als der Hersteller gehofft hatte. Zwei Entwicklungen seien für den Einbruch des Absatzmarktes verantwortlich: Zum einen hebe sich der Mac Pro in Preis und Leistung noch deutlicher vom Vorgänger ab, als erwartet habe. Zum anderen seien die Pro Tools erst seit dem 18. September in ein Version auf dem Markt, die für die neuen Mac Pros optimiert sei. Da Dritthersteller noch nicht alle Plug-ins auf die Intel-Architektur portiert haben, laufe der Absatz von Produkten für den Profi-Mac mit Intel-Architektur erst an und könne die Verluste der Vorwochen noch nicht vollständig ausgleichen. Statt eines Gewinns pro Aktie von 35 bis 49 US-Cent im laufenden Quartal, mit dem man noch im Juli gerechnet hatte, gehe man jetzt nur noch von der Hälfte aus. Sowohl Gewinn als auch Umsatz sollen aber weiterhin steigen. Während die Gewinnwarnung die Aktie am Mittwoch auf ein Sechswochen-Tief drückte, könnten die Aussichten im nächsten Quartal wieder besser sein.

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