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Axel Springer gibt seine Beiträge für Google News frei

30.07.2013 | 10:06 Uhr |

Das Leistungsschutzrecht ist unter anderem durch massive Lobbyarbeit von Axel Springer Gesetz geworden. Am 1. August tritt es in Kraft - ausgerechnet Springer belässt seine Inhalte aber vorerst weiter bei Google News.

Wie ein Axel-Springer-Sprecher am Montag auf Anfrage der "taz" sagte, habe sich der Konzern per "Opt-in"-Verfahren entschieden, mit seinen Inhalten weiterhin in den Angeboten von Google gelistet zu werden - darunter auch im bei Verlagen teilweise umstrittenen News-Aggregator Google News.

Um nicht für Links samt kurzem Anreißer zu den Veröffentlichungen von Verlagen bezahlen zu müssen, hatte Google zu einem Trick gegriffen : Der Internet-Konzern fragt Verlage, ob ihre Online-Publikationen weiterhin in den Suchtreffern des News-Aggregators gelistet werden sollen - unentgeltlich.

Verlage, die Googles Bestätigungserklärung bewusst ablehnen (oder auch nur die Umfrage von Google ignorieren), sollen vom 1. August an nicht länger in Google News auftauchen. Die Inhalte erscheinen aber weiter in den normalen Suchergebnissen, solange die Verlage dies nicht mit anderen technischen Maßnahmen - etwa mittels robots.txt - unterbunden haben.

Springer erklärte gegenüber der "taz" weiter, mit dem neuen Gesetz letztlich sehr wohl Geld verdienen zu wollen. "Axel Springer wird das Recht wahrnehmen und strebt eine Verwertung an", so der Sprecher. Dazu treffe das Unternehmen derzeit die nötigen Vorbereitungen. Bis dahin entstehe allerdings "aus juristischen und technischen Gründen zwangsläufig ein Intermezzo".

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