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BMW nennt Preis für den i3

22.07.2013 | 09:45 Uhr |

Die monatelangen Spekulationen sind zu Ende: Das neue Elektrik-Auto i3 von BMW soll 40 000 Euro kosten. Arbeit hat BMW nicht nur in die Entwicklung des Fahrzeugs gesteckt, sondern auch in eine neue iPhone-App

Der i3 ist das erste Elektro-Auto von BMW. Die Bayrischen Motorenwerke haben für das ambitionierte Projekt viel Technik und Man-Power zusammen gezogen und viel Geld dafür in Hand genommen. Eigens für den i3 bauen die Bayern sogar ein Netz von Ladestationen entlang der Autobahn A9 auf. Für alle Elektroauto-Begeisterten, die das Risiko vermeiden wollen, dass sie unterwegs liegen bleiben, wird BMW zudem eine Version des i3 mit Range Extender anbieten – dort lädt dann ein Benzinmotor die leeren Auto-Akkus auf.

Schon länger steht fest, wie der i3 aussieht. Im Raum München kann man ständig i3s herumfahren sehen. Erst kürzlich stand ein i3 an der Ladestation bei der MacDonalds-Filiale in Solln. Während sich der BMW-Testfahrer vermutlich einen Burger schmecken ließ, ratterten auf dem zusätzlich eingebauten Überwachungsbildschirm im i3 Zahlenkolonnen über das Display.

Über den Preis für den i3 musste dagegen bis heute spekuliert werden. Fest stand nur, dass BMW ein ambitioniertes Preismodell verfolgen würde. Der i3 wird also kein Billigheimer. Das hat die offizielle Preisbekanntgabe bestätigt.

Viel Aufwand haben die Entwickler auch in eine neue iPhone-App gesteckt, die den Fahrer des i3 nicht nur in bekannter Weise mit Informationen über Füllstand und Systeme versorgt, sondern mit dem Navi des BMW interagiert, via iPhone die Heizung anschaltet und den Fahrer nicht nur über Ladestationen in der Umgebung informiert, sondern auch darüber, welche besonders umweltfreundlich oder günstig ist, oder welche Station schon ziemlich ausgelastet ist. Auch ganze Reisen soll die App organisieren und zwar nicht nur dort, wo man mit dem Auto fährt, sondern auch den umweltfreundlichsten Trip ermitteln, indem sie beispielsweise öffentliche Verkehrsmittel einbindet.

Die internationale Premiere des BMW i3 wird am 29. Juli 2013 zeitgleich in den Metropolen London, New York und Peking stattfinden - der chinesische Markt dürfte mit seinen chronisch verstopften Großstadtstraßen und den notorischen Smog-Problemen besonders wichtig für BMW sein.

Multivertriebskanalmodell für den BMW i3

BMW will die BMW-i-Produkte und -Dienstleistungen über ein Multivertriebskanalmodell an den Mann und an die Frau bringen. Zusätzlich zu ausgewählten Handelspartnern (BMW i Agenten) wird es ein multimediales Customer Interaction Center (CIC) sowie eine Online-Vertriebsplattform geben. Alle Vertriebskanäle sind vollständig integriert, so dass ein Kunde während des gesamten Verkaufsprozesses den Vertriebskanal wählen und wechseln kann, wie BMW verspricht.

Mit dem Programm „360° ELECTRIC“ bietet BMW i den Kunden ein Produkt- und Service-Angebot an, das die Bedürfnisse der Fahrer abdecken soll. 360° ELECTRIC basiert auf vier Säulen: Aufladen zu Hause (BMW i Wallbox), Aufladen an öffentlichen Ladestationen, Mobilitätssicherung sowie innovative Mobilitätskonzepte, zu denen umfassende Wartungsdienstleistungen und Mobilitätsgarantien, Carsharing-Angebote und BMW-Apps für Computer und Smartphone gehören. Die Apps sind besonders wichtig und beim i3 erstmals nicht nur eine nette Ergänzung (wie bei den übrigen BMW-Modellen), sondern sogar essentiell: Weil man mit den Apps immer genau die Reichweite des Elektromobils kennt und Ladestationen finden kann, wie BMW Anfang Juni auf einem Event in Garching demonstrierte.

Über die BMW Financial Services werden zudem spezielle Pakete rund um nachhaltige und emissionsfreie Mobilität angeboten.
Dem i3 will BMW übrigens noch einen Supersportwagen mit E-Motor folgen lassen. Den i8. Dabei handelt es sich allerdings um einen Vollhybriden, also einer Kombination aus Elektromotor und Verbrennungsmotor. Der i8 dürfte aber gut und gern drei Mal so viel kosten wie der i3.

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