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BSA rät Verbrauchern beim Software-Kauf zur Vorsicht

10.11.2003 | 15:43 Uhr |

Immer trickreicher agierende Softwarepiraten machen es Computer-Nutzern oft schwer, reguläre von illegaler Ware zu unterscheiden.

«Man ist immer wieder überrascht über die Professionalität in diesem Bereich», sagte Georg Herrnleben vom Branchenverband BSA (Business Software Alliance) am Montag der dpa. Der Verband rät den Verbrauchern deshalb, auf einige Merkmale besonders zu achten.
Eine illegal produzierte CD erkennt man längst nicht mehr ohne weiteres auf einen Blick. Die meisten Piraterieprodukte seien zwar immer noch selbst gebrannte und mit einem Filzstift beschriftete CDs. «Es gibt aber inzwischen Fälschungen, bei denen selbst Experten Probleme haben, sie zu erkennen», sagte Herrnleben. Bei überraschend billigen Angeboten von Markenprodukten sollte der Verbraucher deshalb besonders vorsichtig sein, rät der BSA. Am besten sollte man sich beim Kauf von Software an den etablierten Fachhandel wenden. Bei neu gekaufter Software sollte der Kunde sicherstellen, dass er auch die dazu gehörige Lizenzvereinbarung erhält. Vorsicht ist nach Meinung des BSA geboten, wenn es sich um eine Zusammenstellung verschiedener Software unterschiedlicher Hersteller handelt. Solche so genannten Compilation-CDs seien in der Regel unüblich, heißt es. Der Käufer kann sich direkt beim Hersteller über offizielle Angebote informieren. Der Verkauf illegaler Software erfolgt nach Erkenntnissen des BSA vermehrt auch in speziellen Online-Auktionen und Katalogen. Generell empfiehlt der Verband beim Online-Kauf entgegen vieler Warnungen mit Kreditkarte zu zahlen. Sollte der Kunde illegale Software erhalten und diese nicht zurückbringen können, könne er anhand der Kreditkartenabwicklung die Transaktion oft zurückverfolgen und rückgängig machen.

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