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BVG verbietet Fahrplan fürs iPhone

03.11.2008 | 13:20 Uhr |

Der Berliner Verkehrsverbund BVG verbietet ein iPhone-Programm, mit dem Nutzer bislang komfortabel nach verbindungen suchen konnten.

Mehrere tausend Anwender haben bereits die kostenlose iPhone-Applikation "Fahr-Info Berlin" von dem 21-jährigen Berliner Studenten Jonas Witt im Einsatz, bis zu 20.000 Interessierte sollen sie schon im App Store heruntergeladen haben. Die BVG pocht nun auf ihr Fahrplanrecht und plant Eigenes, Jonas Witt entwickelt dagegen einen Alternativplan. Per GPS bestimmt man seinen Standort in der Hauptstadt, wählt dann aus einer Liste die nächstgelegenen Haltestellen und das Programm zeigt in Sekundenschnelle die nächsten acht Verbindungen an. Jetzt hat sich allerdings die BVG bei dem Studenten gemeldet und ihn darauf hingewiesen, dass er keine Genehmigung zur Nutzung des Streckenplans habe und somit die Copyright-Rechte des Unternehmens verletze.

Während sich reihenweise Anwender beschweren und selbst Gravis-Vorstand Horlitz seinen Missmut äußert, beteuert die BVG, man wolle nur das Beste für die Fahrgäste und verspricht außerdem, bald ein eigenes Programm für alle Handy-Nutzer anzubieten - nicht nur für "die, die sich das iPhone leisten können." Witt gibt sich allerdings nicht so einfach geschlagen. Jetzt möchte er mit der Hilfe einiger Programmanwender das BVG-Netz mit rund 3.000 Haltestellen selbst vermessen. Neben U-Bahn, S-Bahn, Metrotram- und Metrobushaltestellen will er jetzt auch die noch nicht vom BVG erfassten Bushaltestellen mit einbeziehen. Die Daten möchte er über die iPhones der durch Berlin fahrenden Nutzer einer speziellen Applikation sammeln. Wer Lust hat, mitzuhelfen, kann das hier tun.

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