914918

Back for the future

10.09.2003 | 14:49 Uhr |

In genau einer Woche steht Steve Jobs in Paris auf einer großen Bühne und eröffnet die diesjährige Apple Expo. Es gibt bereits neue iPods, es gibt neue iMacs, und die G5 stehen schon auf den Schreibtischen. Also Zeit für neue Powerbooks. Oder etwa nicht?

Seit Wochen kocht in den einschlägigen Gerüchteküchen eine dicke Wolke mit der Aufschrift "Neue Powerbooks" hoch. Bisher ist es allerdings bei den Konfigurationen der aktuellen Modelle geblieben, Apple hat sich anscheinend lieber iPods und iMacs gewidmet. Kommende Woche Dienstag, am 16. September 2003, ist allerdings Steve Jobs wieder einmal zu Gast im alten Europa. In Paris eröffnet er in seiner charismatischen und lockeren Art die eigentlich sehr lokal angehauchte Verkaufsmesse "Apple Expo". Und für solche Auftritte hat der Mann mit dem 1-Dollar-Jahresgehalt immer eine schicke Sache im Gepäck, das berühmte "One more thing". Macwelt berichtet von der Keynote übrigens wieder wie gewohnt live im Ticker-Stil, da es - ebenfalls wie gewohnt - von diesem Event keinen Audio- oder Video-Stream geben wird.

Okay, wollen wir mal sehen: Mac-OS X 10.3 alias "Panther" ist definitiv erst Ende des Jahres verfügbar, eventuell kündigt Stevie-Boy den ersten Release Candidate des 64-Bit-Betriebssystems an. Am vergangenen Montag tauchten aus dem Nichts aktualisierte Varianten des iMacs und der stylischen iPods auf, Steve wird die Teile wenigstens mal auf der Bühne in die Hand nehmen und erneut erzählen, dass seine Kinder auf das Zeug total abfahren ("My kids love it!"). Tun wir ja auch, aber was uns so richtig interessiert: Was könnte das denn für ein "Thing" sein, dass Jobs uns aus Cupertino mitbringt?

Gejammer meets Lieferzeit

Unsere Macwelt-Glaskugel meint: Neue Powerbooks. Und mit dieser Vision liegt der Fern-Seher wahrscheinlich gar nicht mal so falsch. Ein bekannter Apple-Händler berichtete uns beispielsweise hinter vorgehaltener Hand, dass er im Moment 15-Zoll-Powerbooks wie das berühmte geschnittene Brot verkaufen könnte. Kann er aber nicht, weil er beim zuständigen Bäcker das begehrte Brot nicht mehr bekommt. End of life, so nennen das die Fachleute - das Produkt, das alle haben wollen, hat sein Verfallsdatum überschritten. Unsere Glaskugel verlässt sich bei seinen Prognosen aber nicht nur auf jammernde Verkäufer, sondern zieht auch noch andere Quellen heran, zuweilen auch hochoffizielle - beispielsweise den deutschen Apple Store.

Bitte warten: eMacs gibt's sofort, Powerbooks dauern etwas länger.
Vergrößern Bitte warten: eMacs gibt's sofort, Powerbooks dauern etwas länger.
© 2015

Wer im gut sortierten Online-Shop von Apple derzeit ein 12-, 15- oder 17-Zoll-Powerbook kaufen möchte, bekommt eine Lieferzeit von sechs bis acht Tagen angezeigt. Alle anderen Mac-Modelle sind entweder am selben Tag oder aber 24 Stunden später in der Auslieferungskette. Aha, da tut sich was im europäischen Apple-Lager, gelegen im immergrünen Irland (wenn man der Butterwerbung glauben schenken darf). Somit ist klar: Hier stehen die Zeichen definitiv auf Modellablösung. Was könnte Apple denn nun in dieser lukrativen Powerbook-Sparte alles so anstellen, damit die Leute ihr Geld für diese hochwertigen Produkte ausgeben?

0 Kommentare zu diesem Artikel
914918