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Die Tücken von Time Machine

18.09.2008 | 12:52 Uhr |

Time Machine ist wunderbar, solange alles funktioniert. Im laufenden Betrieb und speziell bei Fehler ist Apples Software allerdings zu schweigsam. Oder man bekommt Sinnloses präsentiert wie: "Backup konnte nicht erstellt werden." Viele Probleme lassen sich vermeiden, wenn man sich kurz mit der Basistechnik beschäftigt.

Tücken von Time-Machine: BackupJetztErstell
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Denn damit erklärt sich auch, wann Time Machine Daten löscht - ganz anders als man es von einer Backup-Software erwartet.

Auswahl und Einrichtung eines Volumes

Viele der externen Festplatten sind für Time Machine erst nutzbar, wenn man sie komplett löscht. Sind schon Daten dort gespeichert, muss man diese zuerst sichern.
Vergrößern Viele der externen Festplatten sind für Time Machine erst nutzbar, wenn man sie komplett löscht. Sind schon Daten dort gespeichert, muss man diese zuerst sichern.

Für Time Machine braucht man eine zusätzliche Festplatte. Theoretisch würde es genügen, wenn man die vorhandene Festplatte im Mac logisch teilt (= "eine neue Partition erstellt"), aber damit verliert man jeden Schutz, wenn diese eine Festplatte einen Defekt hat. Nur die Besitzer eines Mac Pro haben die Möglichkeit, die zusätzliche Festplatte intern einzubauen; bei allen anderen Macs muss man eine Festplatte in einem separatem Gehäuse verwenden. Vor dem Kauf macht man sich am besten eine Wunschliste, auf der man notiert, welche Schnittstelllen der Mac hat (USB, Firewire 400 oder 800, beim Mac Pro ist eSata über eine Zusatzkarte machbar) und wie groß die interne Festplatte ist. Ersteres lässt sich im Dienstprogramm System-Profiler ermitteln (Apple bezeichnet USB 2 als "USB Hochgeschwindigkeits-Bus", letzteres direkt im Finder. Dazu wählt man das Symbol der internen Festplatte aus und öffnet das Info-Fenster (Befehlstaste-I) - der entscheidende Wert "x" steht unter "Benutzt: x GB".

Empfehlung: Für Time Machine raten wir zum Kauf einer externen Festplatte, deren Kapazität zwei- oder dreimal höher ist als die Menge der Daten auf der internen Festplatte. Die Geschwindigkeit von Time Machine ist vom Anschluss abhängig (in absteigender Reihenfolge eSata, Firewire 800, Firewire 400, USB 2 und USB 1.1); bis zu einem gewissen Grad auch von der Geschwindigkeit der Festplatte und von der Leistungsfähigkeit des Prozessor des Macs. Am langsamsten ist die Sicherung auf Apples Time Capsule.

Probleme Viele der externen Festplatten im Handel sind falsch formatiert ("Master Boot Record", oder: MBR). Erst seit Mac-OS X 10.5.2 meldet das Betriebssystem den Fehler ("... muss neu formatiert werden") und gibt dann die Wahl, den gesamten Inhalt der externen Festplatte zu löschen (um sie danach für Time Machine zu verwenden) oder den Vorgang abzubrechen. Ohne Neuformatierung ist eine solche Festplatte nicht verwendbar, deshalb muss man vor dem ersten Backup mit Time Machine alle Dateien, die dort gespeichert sind (und die man behalten will) auf eine andere Festplatte oder auf CD/DVD kopieren.

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