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Backups mit Time Machine in OS X Leopard

07.02.2008 | 15:00 Uhr |

Damit auf Ihrem Leopard-System keine Daten mehr verloren gehen, nutzen Sie am besten Time Machine. Wir erklären Schritt für Schritt, was Sie für ein sicheres Backup tun müssen – und wie Sie Ihre Daten wiederherstellen können.

Eine der wichtigsten und interessantesten Neuerungen in OS X Leopard ist Time Machine. Mit dieser in das System integrierten Sicherungsfunktion lässt sich die interne Festplatte kontinuierlich im Hintergrund auf eine externe Festplatte sichern, so dass man im Falle eines Falles schnell auf versehentlich gelöschte Dokumente oder auf frühere Versionen von Dateien zurückgreifen kann.

Für das Wiederherstellen arbeitet Time Machine mit einer eigenen Umgebung, in der man schnell zu früheren Zuständen der Festplatte zurückkehren und die gesuchten Objekte wiederherstellen kann. Das Adressbuch, Mail und iPhoto arbeiten sogar direkt mit Time Machine zusammen. Auch das Wiederherstellen eines kompletten Systems aus einem Backup ist möglich, wozu man aber von der Installations-DVD des Systems starten und dann das System wiederherstellen muss. Direkt startfähige Systemkopien lassen sich mit Time Machine unter OS X Leopard nicht erstellen.

1. Sicherung vorbereiten

Um eine Festplatte mit Time Machine zu verwenden, bereitet man sie im Festplatten-Dienstprogramm vor. Dazu aktiviert man die Abteilung „Partitionieren“, stellt bei „Schema“ entweder eine oder auch mehrere Partitionen ein, wählt unter „Optionen“ die richtige Partitionstabelle aus, gibt dem oder den Volumes einen Namen und wählt als Format „Mac OS Extended (Journaled)“ aus. Per Klick auf „Anwenden“ wird die Festplatte eingerichtet.

2. Auswahl des Backup-Volumes

Sobald man die Festplatte im Festplatten-Dienstprogramm konfiguriert hat, erkennt sie Time Machine in der Regel selbstständig, öffnet ein Dialogfenster und fragt nach, ob man die Platte zur Sicherung verwenden möchte. Per Klick auf „Als Backup-Volume verwenden“ öffnet sich die Systemeinstellung „Time Machine“ und zeigt an, wann das erste Backup durchgeführt wird. Sofern man keine weiteren Optionen einstellen möchte, schließt man die Systemeinstellung und überlässt Time Machine dann alles Weitere. Gibt es auf der Festplatte mehrere Volumes, wählt man im Dialogfenster in einem Aufklappmenü eines davon für das Backup aus.

Um das Ziel-Volume für ein Backup selbst auszuwählen, öffnet man die Systemeinstellung „Time Machine“ und klickt auf „Backup-Volume auswählen“. Man kann die Systemeinstellung direkt über das Symbol von Time Machine im Dock öffnen, wenn man die Maustaste etwas länger gedrückt hält, oder über das Time-Machine-Menü (ab Mac-OS X 10.5.2). Im sich öffnenden Fenster markiert man eines der gelisteten Volumes und klickt auf „Für Backup verwenden“. Danach wird Time Machine aktiviert und das erste Backup auf den Weg gebracht.

3. Sicherung konfigurieren

Standardmäßig sichert Time Machine die komplette Startfestplatte inklusive aller darauf angelegten Volumes. Auch externe Festplatten sichert Time Machine, ausgenommen diejenige, die für das Backup vorgesehen ist. Um Volumes vom Backup auszunehmen, klickt man in der Systemeinstellung „Time Machine“ auf „Optionen“ und im sich öffnenden Fenster auf das Plussymbol. Nun wählt man ein Volume aus, fügt es per Klick auf „Ausschließen“ der Liste hinzu und klickt anschließend auf „Fertig“.

Möchte man den Systemordner nicht mitsichern, klickt man in der Systemeinstellung „Time Machine“ auf „Optionen“ und dort auf das Plussymbol. Im sich öffnenden Dialogfenster wählt man nun den Ordner „System“ auf der Festplatte aus und klickt auf „Ausschließen“. Nun wird man gefragt, ob man nur den Systemordner oder auch alle Systemdateien ausschließen möchte. Wählt man Letzteres, werden sämtliche mit dem System installierten Programme wie iTunes, Safari und Mail sowie die Dienstprogramme ebenfalls nicht gesichert. Alle anderen Programme (auch iLife) sind von dem Ausschluss nicht betroffen.

Man kann jedes Objekt von der Sicherung ausnehmen. Sinnvoll ist dies beispielsweise für die Disk Images von Parallels Desktop und VMWare Fusion. Da es sich bei diesen um große Dateien handelt, die sich ständig ändern, werden sie von Time Machine jedesmal neu gesichert und nehmen dementsprechend sehr viel Speicherplatz auf dem Backup-Laufwerk ein. Auch Entourage speichert sämtliche Daten in einer einzigen, häufig sehr großen Datei, die sich permanent ändert und deshalb bei jedem Durchgang gesichert wird.

Backup-Tipps

Backup-Status überprüfen

Um zu sehen, wie weit das aktuelle Backup ist, öffnet man die Systemeinstellung „Time Machine“. Bei „Backup sichern“ wird angezeigt, wie viele Daten schon gespeichert wurden. Diese Informationen findet man außerdem im Time-Machine-Menü. In der Systemeinstellung werden zudem das älteste, das letzte und das nächste Backup mit Datum und Uhrzeit angezeigt sowie der noch verfügbare Speicherplatz. Den Zeitpunkt des letzten Backups kann man auch dem Time-Machine-Menü entnehmen.

Volume wechseln

Soll das nächste Backup auf einer anderen Festplatte gesichert werden als der bisherigen, klickt man in der Systemeinstellung „Time Machine“ auf „Volume wechseln“, wählt ein anderes Volume aus und klickt auf „Für Backup verwenden“. Auf diesem wird zuerst ein vollständiges Backup erstellt. Man kann so zwischen zwei verschiedenen Backup-Medien wechseln, um eines, etwa aus Sicherheitsgründen, woanders aufzubewahren. Time Machine setzt jeweils dort wieder an, wo das letzte Backup erfolgt ist.

Mehrere Macs sichern

Eine Backup-Festplatte lässt sich mit Time Machine auch an mehreren Macs einsetzen. Dazu schließt man sie nacheinander an die Rechner an und sichert jeweils die Daten. Time Machine erstellt dann für jeden Mac ein eigenes Verzeichnis, das die gesicherten Daten enthält. Auch in diesem Fall werden nach dem ersten Durchlauf nur noch neue und geänderte Daten gesichert.

4. Sicherung starten und stoppen

Man kann jederzeit manuell ein Backup erstellen. Dazu klickt man auf das Symbol von Time Machine im Dock und hält die Maustaste gedrückt. Im sich öffnenden Kontextmenü wählt man „Backup jetzt erstellen“. Diesen Befehl findet man außerdem im Time-Machine-Menü (ab 10.5.2). Das Menü aktiviert man in der Systemeinstellung „Time Machine“. Ein manuelles Backup funktioniert auch dann, wenn Time Machine ausgeschaltet ist, also beispielsweise auf einem Powerbook oder Macbook im Batteriebetrieb.

Sichert man auf eine externe Festplatte, die nicht dauerhaft an den Rechner angeschlossen ist, beispielsweise bei einem Mobilrechner, muss man Time Machine nicht jedesmal ausschalten, bevor man die Sicherungsfestplatte am System über das Auswurfsymbol abmeldet und dann vom Rechner absteckt. Denn Time Machine versucht nicht, eine automatische Sicherung zu erstellen, wenn die Platte nicht verfügbar ist, sondern wartet so lange, bis man sie wieder an den Rechner angeschlossen hat.

Findet gerade eine Sicherung statt, kann man sie manuell stoppen. Dazu klickt man auf das Symbol von Time Machine im Dock, hält die Maustaste gedrückt und wählt „Backup stoppen“ im Kontextmenü. Denselben Befehl findet man außerdem im Time-Machine-Menü. Das Backup wird dann angehalten und später bei der nächsten automatischen oder manuellen Sicherung wieder fortgesetzt.

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