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Balda: Trotz roter Halbjahreszahlen 2007 profitabel

10.08.2007 | 12:30 Uhr

Der Handy-Ausrüster Balda will 2007 schwarze Zahlen schreiben. Stornierte Aufträge von Apple werfen das Unternehmen jedoch offenbar zurück.

Der Handy-Ausrüster Balda will 2007 trotz roter Zahlen im ersten Halbjahr profitabel sein. Details wurden nicht genannt. Im Jahr 2010 werde der Umsatz bei einer Milliarde Euro liegen, sagte Vorstandschef Joachim Gut am Donnerstag in Bielefeld bei der Hauptversammlung und bestätigte eine frühere Prognose. Im ersten Halbjahr war der Balda-Umsatz um 21,3 Prozent auf 129,4 Millionen Euro abgesackt, der Fehlbetrag belief sich auf 3,3 Millionen Euro nach einem Überschuss von 8,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Vor einer Woche hatte Gut die Prognose für das Gesamtjahr gekappt - Grund seien Änderungen, die ein Auftraggeber einem Großauftrag verlangt habe. Umsätze verschieben sich den Angaben zufolge in das Jahr 2008. Branchenkreisen zufolge handelt es sich um einen Auftrag von Apple, für dessen iPhone Balda Touchscreens liefert. Ursprünglich hatte Balda für 2007 einen Umsatz von 600 bis 650 Millionen Euro und einen Vorsteuergewinn (EBT) von 50 bis 55 Millionen Euro prognostiziert.

Gut bekräftigte erneut, zum jetzigen Zeitpunkt sei ein Börsengang der chinesischen Touchscreen-Tochter TPK ausgeschlossen. «Wir denken in strategischen Optionen. Ein Börsengang des Bereichs Touch ist solch eine strategische Option», sagte er. «Aber wir behalten den Börsengang perspektivisch im Blick.» Großaktionäre hatten sich für den Börsengang der Tochter, die berührungsempfindliche Bildschirme herstellt, ausgesprochen.

Balda werde voraussichtlich 2008 in dem Segment die Kapazität erhöhen, kündigte Gut an. Eine Entscheidung darüber falle im dritten oder Anfang des vierten Quartals. Vorstand und Aufsichtsrat schlugen keine Dividende vor. Die Balda-Aktie gab an der Frankfurter Börse bis zum frühen Nachmittag um 5,31 Prozent auf 7,14 Euro nach. (dpa/mst)

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