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Ballmer: Linux verletzt Rechte von Microsoft

20.11.2006 | 12:37 Uhr |

Microsoft-Chef Steve Ballmer hat am Donnerstag auf der Konferenz Professional Association for SQL Server( PASS) in Seattle die Hintergründe des Anfang November abgeschlossenen Geschäfts mit dem Distributor von SUSE-Linux Novell erläutert und dabei implizit die Urheber des Linux-Kernels der Urheberrechtsverletzung bezichtigt.

Microsoft hat bei Novell Coupons im Wert von 440 Millionen US-Dollar gekauft, um seinen Kunden, die auch Linux einsetzen wollen, Support von Novell zu gewährleisten. Im Gegenzug zahlte Novell 40 Millionen US-Dollar an Microsoft, um Klagen von Microsoft wegen Patentverletzungen an Anwender von SUSE Linux zu verhindern. "Novell zahlt uns für das Recht, seinen Kunden zu erzählen, dass sie ausreichend geschützt sind, etwas Geld," erläuterte Ballmer in einer Frage-Antwort-Sitzung, die auf seine Keynote auf der PASS folgte. Die sei sehr wichtig, "denn wir glauben, dass jeder Linux-Kunde im Prinzip ein nicht entdecktes Soll in seiner Bilanz hat." Red Hat, konkurrierender Linux-Distributor, weist Ballmer zurück. "Wir glauben nicht, dass es eine Notwendigkeit für ein Geschäft wie das zwischen Microsoft und Novell gibt," erklärt der stellvertretende Rechtsvorstand Mark Webbink. Microsofts Klageandrohung sei eine "sich abzeichnende Innovationssteuer", man habe ausreichend Möglichkeit, seine Kunden vor Klagen zu schützen.

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