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Ballmer: Microsoft muss ein "Multi-Core"-Unternehmen werden

28.07.2006 | 11:15 Uhr |

Der mögliche Umsatz, der mit den klassischen Microsoft-Anwendungen erzielt werden kann, ist begrenzt. Dies haben auch die Manager von Microsoft, allen voran Konzern-Chef Steve Ballmer, erkannt. Dementsprechend muss das Unternehmen sich in neue Marktsegmente wagen und dort erfolgreich sein und sich zu einer "Multi-Core"-Firma wandeln.

Steve Ballmer
Vergrößern Steve Ballmer

Damit Microsoft auch in Zukunft prächtige Wachstumsraten aufweisen kann, muss es das Unternehmen schaffen, in verschiedenen Märkten erfolgreich zu operieren. Ballmer bezeichnet dies als "Multi-Core". So sei das Unternehmen zwar in erster Linie bekannt für seine Betriebssysteme und sein Software-Geschäft, mittlerweile habe sich Microsoft aber auch eine gute Ausgangsposition im Bereich Server-Software erarbeitet, was aus dem Unternehmen eine "Two-Core"-Firma mache, so Ballmer auf einem Meeting von Finanzanalysten in Redmond. Dies ist etwas, dass laut Ballmer bislang keine andere Firma geschafft habe, obwohl IBM mit seinem Hardware- und Service-Geschäft nahe heran komme.

Als weitere Bereiche, die es zu erstürmen gilt, sieht Ballmer das Entertainment- und Online-Services-Geschäft. "Es gibt in der Tat einen kleinen Sony in uns", so Ballmer. Und weiter: "Es gibt einen aufstrebenden Google oder Yahoo, der in uns lebt."

Zwar sei es immer besser, das erste Unternehmen zu sein, das einen neuen Markt betritt, sollte dies aber nicht der Fall sein, müsse man durch Innovationen dafür sorgen, dass diese Bereich wachsen. Dies ist laut Ballmer wichtig und Microsoft sei auch bereit, dies zu tun.

In Sachen Windows Vista erklärte Ballmer, dass es nie wieder vorkommen soll, dass mehr als fünf Jahre zwischen der Veröffentlichung neuer Betriebssysteme verstreichen. Zwischen Windows XP und Vista werden voraussichtlich etwas über sechs Jahre liegen.

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