1975495

Batterie-Technik: Stanford-Forscher melden Durchbruch

30.07.2014 | 09:37 Uhr |

Eine Forschungsgruppe der Universität Stanford will eine Batterietechnologie entwickelt haben, die Akkus bis zu dreimal so lange Energie bereit stellen lassen soll als heute verfügbare Technik.

Die in einer Veröffentlichung des Fachmagazins Nature Nanotechnology erklärte Technik basiert auf eine Anode aus Lithium, die von einer Nanoschicht aus Graphen (dünne Schicht aus hexagonal angeordneten Kohlestoffatomen) isoliert ist. Dies soll Ablagerungen des Metalls verhindern und somit die Sicherheit des Akkus gewährleisten - Lithium reagiert mit dem Luftsauerstoff mitunter recht explosiv. Die Energiedichte eines auf dem Leichtmetall Lithium basierenden Akkus sei sehr hoch und könne bedeutende Auswirkungen auf den Markt haben, sind sich die Forscher sich Die Coulomb-Effizienz des Akkus sei bei bis zu 150 Ladezyklen auf 99,9 Prozent, es werde so lange also fast genau so viel Energie beim Entladen aus dem Akku bezogen wie zuvor beim Ladevorgang in ihn hineingesteckt wurde. In etwa fünf Jahren könne die Technologie marktreif sein, erklärt der Stanford-Professor für Chemie Yi Cui unseren Kollegen der PC World per E-Mail.

Während gefühlt zu rasch entladene Akkus von Smartphones, Tablets und Notebooks oft nur eine Frage der täglichen Energieplanung sind, spielt in der Elektromobilität die Reichweite des Akkus eine entscheidendere Rolle. Selbst die besten Elektromobile kommen derzeit mit einer Ladung kaum weiter als 130 Kilometer, solange dieses Problem nicht gelöst ist, haben Benzinmotoren in dieser Hinsicht einen unschlagbaren Vorteil. Noch.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1975495